Neue kurzwirksame Lokalanästhetika in der Spinalanästhesie: altbewährte Substanzen für ambulante Eingriffe

Operative Eingriffe werden zunehmend im ambulanten Sektor durchgeführt. Vielen Patienten wird eine Spinalanästhesie vorenthalten, obwohl sie eine Reihe von Vorteilen bietet. Durch innovative Formulierungen altbekannter Lokalanästhetika entstehen „neue“ Substanzen, die sich durch eine schnelle Ans...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Schmittner, Marc (VerfasserIn) , Gebhardt, Volker (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2015
In: Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie
Year: 2015, Jahrgang: 50, Heft: 3, Pages: 166-173
ISSN:1439-1074
DOI:10.1055/s-0040-100306
Online-Zugang:Verlag, Volltext: http://dx.doi.org/10.1055/s-0040-100306
Verlag, Volltext: http://www.thieme-connect.de.ezproxy.medma.uni-heidelberg.de/DOI/DOI?10.1055/s-0040-100306
Volltext
Verfasserangaben:Marc D. Schmittner, Volker Gebhardt
Beschreibung
Zusammenfassung:Operative Eingriffe werden zunehmend im ambulanten Sektor durchgeführt. Vielen Patienten wird eine Spinalanästhesie vorenthalten, obwohl sie eine Reihe von Vorteilen bietet. Durch innovative Formulierungen altbekannter Lokalanästhetika entstehen „neue“ Substanzen, die sich durch eine schnelle Anschlagszeit, eine kurze Wirkdauer, weniger Nebenwirkungen sowie eine geringe Inzidenz transienter neurologischer Symptome (TNS) ideal für ambulante Eingriffe eignen. Seit Kurzem sind die beiden Lokalanästhetika Prilocain 2% hyperbar und Chloroprocain 1% ohne Konservierungsmittel in Deutschland für die Spinalanästhesie zugelassen. Zusätzliche perioperative Maßnahmen, wie der Einsatz atraumatischer, dünner Spinalkanülen (z. B. 25G oder 27G), ein restriktives Flüssigkeitsregime und eine frühe Patientenmobilisierung, führen zu einer weiteren Reduktion von Nebenwirkungen. Die neue S1-Leitlinie der DGAI zur Durchführung der Spinalanästhesie bei ambulanten Patienten ermutigt uns Anästhesisten, dieses Verfahren zunehmend im ambulanten Bereich einzusetzen.
Beschreibung:Gesehen am 09.10.2017
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1439-1074
DOI:10.1055/s-0040-100306