Kaiserschnitte in deutschen Krankenhäusern: Wie zuverlässig sind Routinedaten aus dem strukturierten Qualitätsbericht für die Bestimmung der Kaiserschnittraten? = Caesarean section in german hospitals : validity of hospital quality report data for monitoring c-section rates

Ziel: In Deutschland gibt es große regionale Unterschiede beim prozentualen Anteil von Kaiserschnittentbindungen an den Geburten. Da Faktoren auf Krankenhausebene eine Rolle spielen könnten, die anhand der strukturierten Qualitätsberichte der Krankenhäuser (sQBK) analysierbar wären, wurde unter...

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Main Authors: Junghänel, Kirstin (Author) , Renz-Polster, Herbert (Author) , Jarczok, Marc N. (Author) , Hornemann, Amadeus (Author) , Böhler, Thomas (Author) , Bock, Freia de (Author)
Format: Article (Journal) Statistics
Language:German
Published: 2015
In: Das Gesundheitswesen
Year: 2015, Volume: 77, Issue: 4, Pages: 278-283
ISSN:1439-4421
DOI:10.1055/s-0034-1381990
Subjects:
Online Access:Verlag, Volltext: http://dx.doi.org/10.1055/s-0034-1381990
Verlag, Volltext: http://www.thieme-connect.de.ezproxy.medma.uni-heidelberg.de/DOI/DOI?10.1055/s-0034-1381990
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Author Notes:K. Junghänel, H. Renz-Polster, M.N. Jarczok, A. Hornemann, T. Böhler, F. De Bock
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Summary:Ziel: In Deutschland gibt es große regionale Unterschiede beim prozentualen Anteil von Kaiserschnittentbindungen an den Geburten. Da Faktoren auf Krankenhausebene eine Rolle spielen könnten, die anhand der strukturierten Qualitätsberichte der Krankenhäuser (sQBK) analysierbar wären, wurde untersucht, inwieweit sQBK-Daten geeignet sind, die Kaiserschnittrate auf Ebene der Geburtskliniken zuverlässig darzustellen. Methode: Beispielhaft wurde für 94 von 97 Geburtskliniken in Baden-Württemberg mit Diagnose- und Prozeduren-Codes aus den sQBK des Jahres 2008 die absolute Anzahl von Geburten und Kaiserschnitten sowie die Kaiserschnittrate berechnet. Aus 80 von 97 Geburtskliniken wurden auf Anfrage zusätzlich klinikinterne Daten (KID) aus Grunddatenstatistik, Geburtenbuch, Standesamtsmeldungen oder Perinatalerhebung übermittelt, mit denen diese Zahlen verglichen wurden. Ergebnis: Die Zahl der dokumentierten Geburten unterschied sich nicht signifikant zwischen sQBK und KID, wohl jedoch Kaiserschnittzahl und -rate (p<0,05; Wilcoxon-Rangsummentest). Die Kaiserschnittrate gemäß sQBK war 4,9±17,9% (Mittelwert±Standardabweichung) höher als gemäß KID (absolute Abweichung 1,5±5,8%). Die Korrelation zwischen KID und sQBK war moderat (r=0,73), die durch Daten gemäß sQBK erklärte Varianz in den KID betrug lediglich 55%. Basierend auf sQBK lag die maximale Kaiserschnittrate einer Geburtsklinik 4,9-mal höher als die niedrigste Rate. Für KID lag dieser Faktor bei 3,6. Schlussfolgerung: Es bestehen signifikante und relevante Abweichungen der über KID ermittelten Kaiserschnittraten von den aus sQBK extrahierten Zahlen. Die Qualitätsberichte 2008 ­erscheinen damit als Datenquelle für die auf einzelne Krankenhäuser bezogenen Kaiserschnittraten nicht ausreichend zuverlässig.
Item Description:Online veröffentlicht am 31.7.2014
Gesehen am 15.12.2017
Physical Description:Online Resource
ISSN:1439-4421
DOI:10.1055/s-0034-1381990