Ein kurzer Leistungstest zur Erfassung von Störungen des Gedächtnisses und der Aufmerksamkeit: SKT Manual Edition 2015 - und der regressionsbasierte Ansatz

Zusammenfassung. Der SKT nach Hellmut Erzigkeit ist ein kurzer Leistungstest zur Erfassung von Störungen des Gedächtnisses und der Aufmerksamkeit. Er wurde mithilfe eines regressionsbasierten Ansatzes nach Zachary und Gorsuch (1985) neunormiert (SKT Edition Manual 2015). Dieses war notwendig gewor...

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Main Authors: Stemmler, Mark (Author) , Siebert, Jelena Sophie (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 2017
In: Diagnostica
Year: 2017, Volume: 63, Issue: 4, Pages: 243-255
ISSN:2190-622X
DOI:10.1026/0012-1924/a000178
Online Access:Verlag, Pay-per-use, Volltext: http://dx.doi.org/10.1026/0012-1924/a000178
Verlag, Pay-per-use, Volltext: https://econtent.hogrefe.com/doi/abs/10.1026/0012-1924/a000178
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Author Notes:Mark Stemmler, Hartmut Lehfeld, Jelena Siebert und Ralf Horn
Description
Summary:Zusammenfassung. Der SKT nach Hellmut Erzigkeit ist ein kurzer Leistungstest zur Erfassung von Störungen des Gedächtnisses und der Aufmerksamkeit. Er wurde mithilfe eines regressionsbasierten Ansatzes nach Zachary und Gorsuch (1985) neunormiert (SKT Edition Manual 2015). Dieses war notwendig geworden, weil zum einen die letzte Normierung leicht veraltet ist, und zum anderen weil Berichte aus der Praxis vermehrt gezeigt haben, dass die alte Normierung im Bereich der beginnenden kognitiven Veränderungen zu ungenau ausfiel. Für die Neunormierung wurden 2 Datensätze verwendet (eine Stichprobe von N = 1 053 gesunden Menschen und eine klinische Stichprobe N = 930 inklusive Demenzdiagnosen). Die Stichprobe gesunder älterer Menschen diente der Berechnung von Soll-Leistungen in den Subtests. Subtrahiert man die gemessene Ist-Leistung einer neuen Testperson von deren Soll-Leistung und teilt diese Differenz durch den Standardfehler der Leistungen einer neuen Testperson (siehe Crawford & Garthwaite, 2006), dann entsteht eine t-Verteilung. Diese t-Verteilung ist symmetrisch um den Wert 0 verteilt; die oberen Prozentränge repräsentieren mehr Soll- als Ist-Leistungen (positive Werte für die Differenz). Die unteren Prozentränge repräsentieren schlechte Leistungen, da hier die Ist-Leistung geringer ausfällt als die Soll-Leistung (d. h. es entstehen hier negative Werte für die Differenz zwischen Ist- und Soll-Leistungen). Große negative Differenzen zwischen Ist- und Soll-Leistungen werden mit Abweichungspunkten bewertet und über alle 9 Subtests zu einem SKT-Gesamtwert aufsummiert. Die klinische Stichprobe diente der Ermittlung von Cut-Offs im Rahmen des SKT-Gesamtwertes. Der regressionsbasierte Normierungsansatz wird ausführlich beschrieben und als nützliche Alternative zum klassischen Normierungsansatz dargestellt.
Item Description:Gesehen am 21.02.2018
Physical Description:Online Resource
ISSN:2190-622X
DOI:10.1026/0012-1924/a000178