Ergebnisse einer stationären Rauchentwöhnung bei Suchtpatienten im Rahmen einer 3-wöchigen, qualifizierten Entzugsbehandlung

Ziel: Überprüft wurde der Effekt eines Rauchentwöhnungsprogramms während einer 3-wöchigen, stationären, qualifizierten Entzugsbehandlung. Dabei standen sowohl die Teilnahmebereitschaft, die Tabakkonsumreduktion bzw. die Tabakabstinenz und der Einfluss auf die Abstinenz von der komorbiden Abhä...

Full description

Saved in:
Bibliographic Details
Main Authors: Pätz, Toni (Author) , Mann, Karl (Author) , Kiefer, Falk (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 20.02.2017
In: Suchttherapie
Year: 2017, Volume: 18, Issue: 03, Pages: 140-149
ISSN:1439-989X
DOI:10.1055/s-0042-118796
Online Access:Verlag, Volltext: http://dx.doi.org/10.1055/s-0042-118796
Verlag, Volltext: http://www.thieme-connect.de.ezproxy.medma.uni-heidelberg.de/DOI/DOI?10.1055/s-0042-118796
Get full text
Author Notes:T. Pätz, U. Frischknecht, P. Bielmeier, C. Dinter, I. Reinhard, K. Mann, F. Kiefer, T. Weber
Description
Summary:Ziel: Überprüft wurde der Effekt eines Rauchentwöhnungsprogramms während einer 3-wöchigen, stationären, qualifizierten Entzugsbehandlung. Dabei standen sowohl die Teilnahmebereitschaft, die Tabakkonsumreduktion bzw. die Tabakabstinenz und der Einfluss auf die Abstinenz von der komorbiden Abhängigkeit im Mittelpunkt der Untersuchung. Methodik: 153 Suchtpatienten mit komorbider Tabakabhängigkeit wurden eingeschlossen. 88 Probanden nahmen an einem Rauchentwöhnungsprogramm mit kognitiv-behavioraler Gruppentherapie und Rauchentwöhnungsmitteln teil. 31 tabakabhängige Suchtpatienten ohne Rauchabstinenzmotivation bildeten die Vergleichsgruppe. 83% aller Probanden wiesen eine Alkoholabhängigkeit auf. Ergebnisse: 32,5% aller aufgenommenen tabakabhängigen Patienten nahmen an der Rauchentwöhnung teil. Probanden in der Rauchentwöhnungsgruppe konnten ihren durchschnittlichen Tabakkonsum signifikant zum Entlasszeitpunkt und beim Follow-up nach 3 Monaten reduzieren. 26% bzw. 16% der Probanden erreichten eine Tabakabstinenz zu den beiden Messzeitpunkten. Probanden der Therapie- und Vergleichsgruppe zeigten beim Follow-up identische Abstinenzquoten von der Abhängigkeit, die zur stationären Aufnahme geführt hatte (42,5% und 42,9%). Die Tabakabstinenz war dabei signifikant mit der Substanzabstinenz assoziiert. Schlussfolgerung: Die Daten sprechen für eine hohe Bereitschaft zur Teilnahme an einer freiwilligen Rauchentwöhnungsbehandlung, welche erfolgreich im Rahmen einer qualifizierten Entzugstherapie angeboten werden kann, ohne dass hierdurch die Abstinenz von der komorbiden Abhängigkeit gefährdet wird.
Item Description:Publikationsdatum: 20.Februar 2017 (eFirst)
Gesehen am 12.07.2018
Physical Description:Online Resource
ISSN:1439-989X
DOI:10.1055/s-0042-118796