Die Vernunft der Kommunikation und das Problem einer diskursiven Ethik

Das Werk von Jürgen Habermas kann in Übereinstimmung mit dem Selbstverständnis des Autors als Versuch gedeutet werden, trotz der vielfältigen, im Laufe des XX. Jahrhunderts von vielen Seiten her erklingenden Vernunftkritik an universalen Rationalitätsgrundlagen festzuhalten. Der Weg, den Haberm...

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: De Angelis, Gabriele (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Buch/Monographie Hochschulschrift
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2001
DOI:10.11588/heidok.00001813
Schlagworte:
Online-Zugang:Resolving-System, kostenfrei, Volltext: https://doi.org/10.11588/heidok.00001813
Verlag, kostenfrei, Volltext: https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/1813/
Volltext
Verfasserangaben:Gabriele De Angelis

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520 |a Das Werk von Jürgen Habermas kann in Übereinstimmung mit dem Selbstverständnis des Autors als Versuch gedeutet werden, trotz der vielfältigen, im Laufe des XX. Jahrhunderts von vielen Seiten her erklingenden Vernunftkritik an universalen Rationalitätsgrundlagen festzuhalten. Der Weg, den Habermas dabei eingeschlagen hat, führt die Philosophie durch die Forschungsbereiche mehrerer Disziplinen und weist ihr die Rolle eines Platzhalters zu – eines Platzhalters, der Kooperation fördern und die Vereinigung unterschiedlicher Kompetenzen unter Bewahrung eines Bezugs aufs Ganze herbeiführen soll. Ziel ist es, zu zeigen, wie in der kommunikativen Alltagspraxis ein Vernunftpotential angelegt ist, das die gesuchte Einheit begründet und gegen Zerstückelung absichert. Habermas’ Weg durch die Kommunikationstheorie gipfelt in einer Vernunftkonzeption, die sich der Verknüpfung von universellen Grundlagen und lebensweltlichen Konkretionen fähig zeigen will. Vernunft sei nicht außerhalb wirklicher Kommunikationsvorgänge zu suchen und weise dennoch über deren historische, kulturelle oder systemische Grenzen hinaus. Mit diesem Schritt geht die kommunikationstheoretische Ergründung von Rationalität in Ethik über und zielt nun auf die Bestimmung der normativen Grundlagen der Kommunikation. Diese Entwicklung nachzuvollziehen ist der Zweck der vorliegenden Arbeit. Kritische Einwände betreffen zunächst die Chance, die Spannung zwischen universellen, ethisch relevanten Grundlagen der Kommunikation einerseits und historisch kontingenten Kommunikationskontexten andererseits überhaupt formalpragmatisch auszutragen, ferner Habermas’ kommunikationstheoretisch abgestützte Vernunftkonzeption in ihren einzelnen Momenten. Die Kritik erstreckt sich insbesondere auf die Konstruktion einer idealen Sprechsituation sowie der diskursethischen Grundnorm, und mündet letztlich im Anschluß an Wittgenstein in abschließende Betrachtungen über die Problematik des Sinnverstehens in lebensweltlichen Kontexten. 
520 |a Jürgen Habermas’ work can be seen as an attempt of maintaining an universal foundation of Rationality despite the multifaceted criticisms on Reason that appeared over the course of the 20th Century. Along the way, Habermas encounters the objects of several scientific disciplines, finally claiming for philosophy the role of a Platzhalter. As 'placeholder', philosophy should be able to promote collaboration among different competencies, and to integrate them in an unifying view of Reason as a whole. Habermas thus aims to demonstrate that the Rationality potentialities, on which the unity of Reason relies, are set within the communicative everyday praxis. Habermas' way through his theory of communication culminates in a conception of Reason, which claims for itself the capability of joining universal foundations and concrete contexts of Lebenswelt. Reason should not be searched for outside real practises of communication, nevertheless it transcends the limits of any historical, cultural or systemic context: this is the leading principle of Habermas’ undertaking. Consequently, Habermas’ attempt to lay foundation of Reason on a theory of communication strides towards ethics; thus aiming to determinate a normative ground of communication. The present work deals with the reconstruction of this theoretical evolution in Habermas' writings. Criticism will be first expressed over the very possibility of resolving, by means of formal pragmatics, the tension existing between universal and ethical grounds of communication on one end, and the contingency of actual processes of communication on the other hand. Criticism will then regard Habermas’ construction of communicative rationality, specifically the ideal dialogic situation (“ideale Sprechsituation”) and the basic norm of speech ethics (“diskursethische Grundnorm”). Conclusions will be drawn concerning the problematic of communication and understanding in Lebenswelt contexts, with reference to Wittgenstein’s pragmatics. 
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