Adaptationsprozesse im Alter: die Bedeutung individueller und infrastruktureller Ressourcen für das Wohlbefinden im hohen Alter

Adaptationsleistungen des Menschen an neue Entwicklungsanforderungen sind über die gesamte Lebensspanne notwendig. Vor allem in der Lebensphase des vierten Alters, das im Vergleich zu jüngeren Lebensjahren durch sich anhäufende Verluste in zentralen Lebensbereichen charakterisiert ist (vgl. P. Ba...

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Wozniak, Dagmara (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Buch/Monographie Hochschulschrift
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2011
DOI:10.11588/heidok.00012170
Schlagworte:
Online-Zugang:Resolving-System, kostenfrei, Volltext: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-opus-121702
Resolving-System, Volltext: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:16-opus-121702
Langzeitarchivierung Nationalbibliothek, Volltext: http://d-nb.info/1179229010/34
Verlag, kostenfrei, Volltext: http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/12170
Resolving-System, Unbekannt: https://doi.org/10.11588/heidok.00012170
Volltext
Verfasserangaben:Dagmara Wozniak

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520 |a Adaptationsleistungen des Menschen an neue Entwicklungsanforderungen sind über die gesamte Lebensspanne notwendig. Vor allem in der Lebensphase des vierten Alters, das im Vergleich zu jüngeren Lebensjahren durch sich anhäufende Verluste in zentralen Lebensbereichen charakterisiert ist (vgl. P. Baltes, 1999), gewinnen Adaptationsprozesse besondere Bedeutung. Der Ausdruck einer gelungenen Adaptation stellt das subjektive Wohlbefinden dar, welches bis ins hohe Alter ein beachtliches Niveau und eine hohe Stabilität aufweist (Übersicht in Jopp et al., 2010). Diesen Überlegungen folgend, war das Ziel dieser Studie, die Bedingungen eines gelungenen bzw. misslungenen Prozesses der Adaptation an Anforderungen des hohen Alters zu untersuchen und dabei Einflussfaktoren in Betracht zu ziehen, die innerhalb der Person-Umwelt-Beziehung liegen. Mehrere Prädiktoren des Wohlbefindens wurden untersucht und hierbei der Schwerpunkt auf das Zusammenwirken von individuellen (soziodemographischen, gesundheitlichen, kognitiven, sozialen, psychologischen) und infrastrukturellen Ressourcen gelegt (Stadtinfrastruktur, Infrastruktur von Kultur-, Freizeit- und Bildungsangebote, Infrastruktur medizinischer und pflegerischer Angebote). Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen von Ressourcen sowohl auf die kognitive (LZ: Lebenszufriedenheit) als auch die emotionale Facette des Wohlbefindens (PA: positiver und NA: negativer Affekt). Lebenszufriedenheit wurde mit der SWLS (Diener et al., 1985) und emotionales Wohlbefinden mit der PANAS (Watson et al., 1988) erfasst. Basierend auf einer Zufallsziehung aus dem Anmelderegister wurden Bürger im Alter von 85 Jahren und älter in zwei europäischen Ländern – Deutschland (Mannheim) und Polen (Danzig) – zur Teilnahme aufgerufen. An der Untersuchung nahmen 207 kognitiv intakte und nicht in einer Einrichtung der Altenhilfe lebende Personen teil (105 in Mannheim und 102 in Danzig). Das Durchschnittsalter der Studienteilnehmer (ST) betrug 88 Jahre, 69% von ihnen waren Frauen, über 60% waren verwitwet und über 60% lebten alleine. Die ST zeichneten sich durch ein hohes Maß an LZ aus und fühlten sich im Allgemeinen emotional nicht schlechter als Personen in früheren Lebensabschnitten. Sowohl die LZ als auch der PA ergaben signifikante Länderunterschiede zugunsten der Westeuropäer. Ähnliche Länderunterschiede zeigten sich in Bezug auf die untersuchte Infrastruktur: Den Mannheimern standen mehr infrastruktureller Ressourcen zur Verfügung, sie waren mit diesen zufriedener und konnten darüber hinaus mehr infrastrukturelle Gegebenheiten auffinden, die für sie tatsächlich wichtig waren (Person-Umwelt-Passung). Die Beziehungen zwischen den persönlichen Ressourcen, der Infrastruktur und dem Wohlbefinden wurden anhand von Regressionsanalysen und Strukturgleichungsmodellen überprüft. Alle Analysen wiesen darauf hin, dass individuelle Ressourcen eine entscheidende Rolle bei Adaptationsprozessen im hohen Alter spielen. Dabei waren psychologische Stärken von primärer Bedeutung für das Wohlbefinden. Gleichwohl sprachen die Ergebnisse aber dafür, dass günstige infrastrukturelle Bedingungen sich nicht direkt positiv auf die Adaptationsprozesse auswirken müssen, und ungünstige hingegen negativ: Unter infrastrukturellen Ressourcen zeigten die Zufriedenheit mit infrastrukturellen Bedingungen sowie die Person-Umwelt-Passung die stärksten Beziehungen zum Wohlbefinden. Dagegen erschien das Vorhandensein der Infrastruktur gar keine Bedeutung für das Wohlbefinden zu haben. Bei dem Testen des Zusammenwirkens der beiden Ressourcenquellen erwiesen sich die infrastrukturellen Ressourcen als ein Moderator der Beziehung zwischen den individuellen Ressourcen und dem PA sowie der LZ. Allerdings betraf dieser Effekt nur die polnische Stichprobe. Seine Prädiktionskraft betrug bis zu 6%. Dabei fiel die funktionale Bedeutung des Interaktionseffektes für die beiden Facetten des Wohlbefindens unterschiedlich aus: Wider Erwarten kam der infrastrukturellen Ressourcen in Bezug auf den PA keine protektive Rolle bei einem geringeren Status von individuellen Ressourcen zu. Von guten infrastrukturellen Gegebenheiten profitierten am meisten diejenigen Danziger, die über viele individuelle Ressourcen verfügten. Der protektive Einfluss der Infrastruktur bei einem geringen individuellen Ressourcenstatus konnte dennoch hinsichtlich der LZ nachgewiesen werden. In diesem Zusammenhang deuten die Ergebnisse dieser Studie dafür hin, dass es sehr alten Menschen oft an Strategien fehlt, die vorhandene Infrastruktur zum eigenen Vorteil zu nutzen. Demzufolge wurde auf ein unausgeschöpftes Präventionspotenzial sowohl bei den hochaltrigen Menschen selbst (Selbstverantwortung) als auch in der kommunalen Altenarbeit hingewiesen (Mitverantwortung). Diese sollte eine eher proaktive und offene Form aufweisen, um denjenigen Hochaltrigen einen Zugang zu Entwicklungsmöglichkeiten zu verschaffen, die von guten infrastrukturellen Bedingungen am meisten profitieren könnten. 
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