Kirche in Szenen

Die traditionelle Beschreibung evangelischer Kirche als Institution wie auch die neuere Beschreibung als Organisation wird weder der Komplexität der Entwicklung und Bedeutung gesellschaftlicher Institutionen gerecht noch der Frage, wie sich in moderner Organisationstheorie Vorgegebenheit und Unverf...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Ferdinand, Manfred (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Konferenzschrift
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Heidelberg Universitätsbibliothek Heidelberg 2015
Schlagworte:
Online-Zugang:Resolving-System, kostenfrei, Volltext: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-227994
Volltext
Verfasserangaben:Dr. theol. Manfred Ferdinand, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Beschreibung
Zusammenfassung:Die traditionelle Beschreibung evangelischer Kirche als Institution wie auch die neuere Beschreibung als Organisation wird weder der Komplexität der Entwicklung und Bedeutung gesellschaftlicher Institutionen gerecht noch der Frage, wie sich in moderner Organisationstheorie Vorgegebenheit und Unverfügbarkeit von Handlungszielen theoriekonsistent abbilden lassen. In diesem Beitrag wird vornehmlich auf der Basis des praktisch-theologischen Kirchenbegriffs von Jan Hermelink, der neueren, kommunikationstheoretisch fundierten Soziologie Armin Nassehis und der jugendkulturellen Forschung Ronald Hitzlers ein Ansatz aufgewiesen, die genannten Grenzen mit einer Beschreibung von Kirche (und Gesellschaft) als Gesamt kommunikativer Konstellationen, in kulturellen Szenen, Szenarien und Inszenierungen zu beschreiben, aus denen sowohl Institutionen als auch Organisationen als Formen kommunikativer Verdichtung permanent emergieren und die entsprechenden Kommunikationen anschlussfähig abbilden und verkörpern, ohne über sie zu verfügen oder sie gar zu umfassen. Die Unverfügbarkeit ihres Gegenstandes, des Glaubens, findet so eine Analogie in der Unorganisierbarkeit gesellschaftlicher und kultureller Prozesse; in der offenen und aufnehmenden Wahrnehmung der eigeninitiativen und eigendynamischen Kommunikation(en) des Evangeliums finden Kirchen aber so den ihnen vorgegebenen Handlungsraum.
Beschreibung:Aus: Studientag des Praktisch-Theologischen-Netzes des Lehrstuhls für Kirchentheorie und Pastoraltheologie ; Ort: Heidelberg ; Datum: 16.03.2015
Beschreibung:Online Resource