„Und trotzdem möchte ich nichts Anderes tun“: die kognitive Repräsentation des Pflegeberufs bei Pflegefachkräften in der stationären Altenpflege

In Verbindung mit den gesellschaftlichen Auswirkungen des demografischen Wandels wird über den zunehmenden Bedarf von Pflegefachkräften und über schwierige Rahmenbedingungen in der (Alten-) Pflege berichtet. Dabei werden immer wieder der Mangel an Pflegefachkräften in der Versorgung von alten Me...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Ensink, Gabriele (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Buch/Monographie Hochschulschrift
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2014
DOI:10.11588/heidok.00017435
Schlagworte:
Online-Zugang:Resolving-System, kostenfrei, Volltext: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-174352
Resolving-System, Volltext: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-174352
Langzeitarchivierung Nationalbibliothek, Volltext: http://d-nb.info/1180032438/34
Verlag, kostenfrei, Volltext: http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/17435
Resolving-System, Unbekannt: https://doi.org/10.11588/heidok.00017435
Volltext
Verfasserangaben:Gabriele Ensink

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520 |a In Verbindung mit den gesellschaftlichen Auswirkungen des demografischen Wandels wird über den zunehmenden Bedarf von Pflegefachkräften und über schwierige Rahmenbedingungen in der (Alten-) Pflege berichtet. Dabei werden immer wieder der Mangel an Pflegefachkräften in der Versorgung von alten Menschen mit Pflegebedarf und der frühe Berufsausstieg von Pflegefachkräften aus dem Pflegeberuf beschrieben. Andererseits jedoch kann man Pflegefachkräften begegnen, die trotz der schwierigen Rahmenbedingungen der Pflege selbst nach Jahren ihren Beruf sehr schätzen, in diesem mit Freude arbeiten und diese Arbeit auch gut erfüllen. Die nachfolgende Arbeit geht der Frage nach, wie es diesen Pflegefachkräften gelingt, berufsbedingte psychische und körperliche Belastungen im Berufsfeld (stationäre) Altenpflege zu bewältigen, sodass diese im Pflegeberuf verbleiben und ihre Arbeitszufriedenheit bewahren. Die subjektive Erfahrung dieser Pflegefachkräfte muss sich von den Erfahrungen anderer Pflegefachkräfte unterscheiden, die über ein baldiges Verlassen des Pflegeberufs nachdenken. Diesen Unterscheidungsmerkmalen wurde in der vorliegenden Arbeit nachgegangen. Die Ergebnisse der Untersuchung könnten helfen, auf längere Sicht den aktuell kurzen Berufsverbleib von examinierten Pflegefachkräften in der stationären Altenpflege und den daraus folgenden bedrohlichen Fachkräftemangel positiv zu verändern. Als Ergebnis der Untersuchung sind verschiedene Konzepte entstanden, die zueinander in Verbindung stehen. Die Langzeitwirkung der praktischen Ausbildung auf die Berufsmotivation wird dargestellt; Möglichkeiten zur Verbesserung der Bedingungen von praktischer Ausbildung werden aufgezeigt. Es wird aufgezeigt, welchen Einfluss die Arbeitsbedingungen und der Führungsstil in stationären Pflegeeinrichtungen auf die Berufsmotivation haben. Die Eigenschaften von unattraktiven und attraktiven Einrichtungen lassen sich klar benennen und einander gegenüber stellen. In attraktiven Einrichtungen gelingt es eher, die moralische Integrität von Pflegefachkräften zu gewährleisten. Ein gelingender, wertschätzender Führungsstil ist dazu ein wesentlicher Faktor und soll als Konzept dargestellt werden, das in ein Modell Moralischer Integrität pflegender Fachkräfte als Grundlage beruflicher Zufriedenheit einfließt. Es zeigt, dass die Berufszufriedenheit und der Berufsverbleib von Pflegefachkräften in der stationären Altenpflege eng mit der Möglichkeit zur Achtung der Würde von alten Menschen mit Pflegebedarf und Pflege als Beziehungsarbeit verknüpft sind. 
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