Die Genealogie der Moral im Hinblick auf die Lebensdienlichkeit als Forderung des allem zugrunde liegenden Willen zur Macht

Nietzsche schreibt eine Philosophie für das Leben, eine Philosophie, die wie kaum eine andere das Leben als solches verehrt. Dabei bleibt Nietzsche Antimoralist, Antichrist und Gegner von Institutionen reaktiver Art, welche dogmatischen Anspruch auf Weisheiten zur Lebensführung erheben und einen L...

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Kühn, Mario (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Buch/Monographie Hochschulschrift
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2013
DOI:10.11588/heidok.00017550
Schlagworte:
Online-Zugang:Resolving-System, kostenfrei, Volltext: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-175506
Resolving-System, Volltext: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-175506
Langzeitarchivierung Nationalbibliothek, Volltext: http://d-nb.info/1187947806/34
Verlag, kostenfrei, Volltext: https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/17550/
Resolving-System, Unbekannt: https://doi.org/10.11588/heidok.00017550
Volltext
Verfasserangaben:Mario Andreas Kühn

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520 |a Nietzsche schreibt eine Philosophie für das Leben, eine Philosophie, die wie kaum eine andere das Leben als solches verehrt. Dabei bleibt Nietzsche Antimoralist, Antichrist und Gegner von Institutionen reaktiver Art, welche dogmatischen Anspruch auf Weisheiten zur Lebensführung erheben und einen Lebensweg für alle gefunden zu haben vorgeben, weshalb Nietzsche aus Sicht dieser Institutionen als lebensfeindlich gelesen wird. Dabei beanspruchen sie, die gleiche Intention zu verfolgen wie Nietzsche: die Leiden an der Existenz zu verringern. Es wird sich zeigen, dass diese negative Haltung gegenüber Nietzsches Philosophie ihren Ursprung allerdings selbst in einer die Grundzüge des Lebens verneinenden, lebensfeindlichen Geisteshaltung hat und die daraus resultierende Moral das Werkzeug einer kollektiven Verneinung aller dem Leben an sich zu Grunde liegenden Elemente darstellt. Das Leben verehren bedeutet eben nicht die ursprünglichen Triebe, die uns überhaupt erst lebensfähig machen, zu verneinen, sondern es als Ganzes mit all seinen Grausamkeiten und unmoralischen Auswüchsen zu bejahen. Denn wie soll eine glückliche, lebensbejahende Existenz möglich sein, wenn die Grundvoraussetzungen des Lebens geleugnet werden und die Möglichkeit einer freien, ausagierten Lebensweise durch moralische Zwänge verneint wird? Um aufzuzeigen, dass die eigentlich Lebensfeindlichen eben diejenigen sind, die ein Monopol der guten Lebensführung für sich beanspruchen, müssen die Ursprünge der Moral detailliert und historisch betrachtet werden, um sie auf ihren wahren Entstehungsgrund zurückzuführen. Das Anliegen der vorliegenden Arbeit ist die Herausstellung der Nietzsches Philosophie hauptsächlich zugrundeliegenden Lebensdienlichkeit, die am Ende keine abstrakte Verneinung der Moral darstellt, sondern z.T. sogar eine konkret ethische Ausgestaltung erfährt. Er verneint nicht die „negative“ Seite des Lebens, sondern bringt beide widersprüchlichen Seiten des Lebens mit seinem Theorem des Willens zur Macht auf einen gemeinsamen Nenner und versucht so eine Lebensweise zu entfalten, die allen Bedürfnissen des Lebens gerecht wird. Er verbindet Trieb und Vernunft, Frieden und Kampf, Verneinung und Bejahung zu einem ausgeglichenen Ganzen, worin die Ganzheit des Lebens eine optimale Ausgestaltung erfahren soll. Gegen die Moral heißt für Nietzsche: für das Leben. Die lebensbejahende Haltung ergibt sich bei Nietzsche aus der Konzeption des Willens zur Macht; die Genealogie der Moral ist das Werk Nietzsches, welches am konkretesten die herkömmliche Moral hinterfragt, kritisiert, ihre Entstehung durch den Menschen 4 begründet und damit die Allgemeingültigkeit dieser Werte negiert. Ich werde im Folgenden für eine Interpretation argumentieren, die den Willen zur Macht als den meisten Hypothesen Nietzsches innerhalb der Genealogie zugrundeliegendes Element festmacht. D.h. alle in der Genealogie angesprochenen Vermögen, psychologische Mechanismen und Entwicklungsgeschehen sind reine Konsequenz des Willens zur Macht und können, oft ohne dass dieser konkret angesprochen wird, auf den Willen zur Macht zurückgeführt werden. Diese Interpretation lässt gleichzeitig die lebensbejahende Intention Nietzsches hervortreten, denn wo sich der Wille zur Macht zeigt, zeigt sich die Kraft des Lebens selbst. Der vorliegenden Arbeit wird dazu ausschließlich die zweite Abhandlung der Genealogie als primärtextliche Basis dienen, wodurch sie systematisch an meine vorherige Arbeit, in der die erste Abhandlung der Genealogie auf ebendiese Interpretation hin untersucht wurde, anschließt. Dadurch soll deutlich werden, dass der Wille zur Macht aus dem Inhalt der Genealogie selbst hervorgeht. Ich werde versuchen, die Machtmomente innerhalb der Genealogie hervorzukehren, dafür wiederholt Rückbezüge zu Nietzsches methodischem Vorgehen und seinen philosophischen Grundkonzepten herstellen, um so die einzelnen Elemente der Genealogie in das Licht der Lebensdienlichkeit zu stellen, um sie als notwendigen Teil einer umfassenden Lebensphilosophie Nietzsches deutlich zu machen. Dabei werde ich u.a. die Entwicklung der genealogischen Methode durch Foucault heranziehen. Im Hinblick auf den Willen zur Macht und die dionysische Bejahung wird die von Deleuze vorgelegte Nietzsche-Interpretation an Bedeutung gewinnen und einen detaillierten Blick in die Systematik der Lebensbejahung ermöglichen. Die vertiefte Auseinandersetzung mit körperlichen Schmerzen, Strafverfahren und Unterdrückung werden sich dabei als unumgänglich für Nietzsches Anliegen herausstellen, denn er muss den Willen zur Macht gerade in den dem Leben augenscheinlich entgegenstehenden Machtmomenten aufzeigen, um die lebensfeindlichen Konsequenzen der Moral deutlich zu machen – denn der Wille zur Macht zeigt sich gerade in einer Konfliktsituation, in der zwei Willen aufeinanderprallen. Es wird sich zeigen, dass Nietzsche den gattungsgeschichtlichen Prozess, aus dem ein Leiden am „schlechten Gewissen“ hervorgeht, gleichzeitig als notwendige Voraussetzung von Kultur und geistiger Entwicklung ansieht. Dadurch muss er den reaktiven Kräften, fast konträr zu seiner aggressiven Polemik, letztlich einen positiven Wert zugestehen. 
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