Verordnung von Benzodiazepinen und Z-Drugs in hausärztlichen Praxen: eine Querschnittanalyse = Prescription of Benzodiazepines and Z-drugs by German general practitioners : a cross-sectional study
Ziel der Studie: Benzodiazepine (BZ) und Nicht-Benzodiazepin-Agonisten (NBZ, so genannte Z-Drugs) werden überwiegend von Hausärzten verordnet. Genauere Daten über den hausärztlichen Bereich liegen nicht vor. Ziel war es, hausärztliche Daten zu Kollektiv, Menge von BZ-/NBZ-Verordnungen und Antei...
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| Main Authors: | , |
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| Format: | Article (Journal) |
| Language: | German |
| Published: |
2018
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| In: |
Das Gesundheitswesen
Year: 2017, Volume: 80, Issue: 10, Pages: 916-922 |
| ISSN: | 1439-4421 |
| DOI: | 10.1055/s-0043-104694 |
| Online Access: | Verlag, Pay-per-use, Volltext: https://doi.org/10.1055/s-0043-104694 Verlag, Pay-per-use, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0043-104694 |
| Author Notes: | Dirk Moßhammer, Hannah Haumann, Rainer Muche, David Scheub, Stefanie Joos, Gunter Laux |
| Summary: | Ziel der Studie: Benzodiazepine (BZ) und Nicht-Benzodiazepin-Agonisten (NBZ, so genannte Z-Drugs) werden überwiegend von Hausärzten verordnet. Genauere Daten über den hausärztlichen Bereich liegen nicht vor. Ziel war es, hausärztliche Daten zu Kollektiv, Menge von BZ-/NBZ-Verordnungen und Anteil von Privatrezepten zu analysieren. Methoden: Analyse von Personenjahren 2-jähriger Intervalle von 2009 bis 2014 des CONTENT-Registers mit 31 Hausarztpraxen. Einteilung von BZ/NBZ-Verordnungen nach Risikogruppen. Berechnung des Assoziationsausmaßes mit potenziellen Einflussgrößen auf Basis eines multiplen logistischen Regressionsmodells (adjustiert nach Alter, Geschlecht und Versicherungsart). Vergleich von Patienten mit Arzneimittelverordnungen mit und ohne BZ-/NBZ-Verordnungen. Ergebnisse: Rund 5% erhielten in einem Jahr BZ/NBZ verordnet. Diese Patienten waren im Mittel älter (67,5 bzw. 48 Jahre) und der Frauenanteil war höher als in der Vergleichsgruppe (69 bzw. 58%). Etwa ein Drittel dieser Patienten erhielt im Personenjahr mehr als 600 mg Diazepam-Äquivalenzdosis (entsprechend einer 2-monatigen täglichen Einnahme von mehr als 10 mg Diazepam). Rund ein Drittel der Rezepte waren Privatrezepte. Eine Reihe von Variablen war signifikant assoziiert mit der Verschreibung von BZ/NBZ (z. B. Alter, Geschlecht, Diagnosekodierungen, Praxen). Schlußfolgerung: Die vorliegenden Ergebnisse liefern wertvolle Informationen über die Verschreibungshäufigkeit von BZ/NBZ im hausärztlichen Bereich. Für Aus-, Weiter- und Fortbildung sowie bei der Entwicklung von Interventionen zur Reduktion von BZ/NBZ sollten patientenbezogene Spezifika (z. B. Geschlecht, Alter, Vorerkrankungen, Versicherungsart) und unterschiedliche Verschreibungspraktiken (z. B. Privatrezepte, Grund und Häufigkeit der Verordnungen, Orientierung an Leitlinien) berücksichtigt werden. |
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| Item Description: | Gesehen am 12.04.2019 Online-Publikation: 3.7.2017 |
| Physical Description: | Online Resource |
| ISSN: | 1439-4421 |
| DOI: | 10.1055/s-0043-104694 |