Der Rückholanspruch: Die rückwirkende Grenze der Eigentumsfreiheit

Das deutsche Recht verwendet den Ausdruck 'Rückholanspruch' bisher nicht als juristischen Terminus, kennt solche Ansprüche der Sache nach aber durchaus. In einer ganzen Reihe von Situationen können bestimmte Personen vollgültige Verfügungen des Rechtsinhabers zugunsten Dritter noch er...

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Bibliographic Details
Main Author: Magnus, Robert (Author)
Format: Book/Monograph
Language:German
Published: Tübingen Mohr Siebeck 2018
Series:Jus privatum 223
In: Jus privatum (223)

DOI:10.1628/978-3-16-155694-4
Online Access:Resolving-System, lizenzpflichtig: https://doi.org/10.1628/978-3-16-155694-4
Aggregator, lizenzpflichtig: https://www.mohrsiebeck.com/10.1628/978-3-16-155694-4
Aggregator, lizenzpflichtig: https://www.mohrsiebeck.com/9783161556944
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Author Notes:Robert Magnus
Description
Summary:Das deutsche Recht verwendet den Ausdruck 'Rückholanspruch' bisher nicht als juristischen Terminus, kennt solche Ansprüche der Sache nach aber durchaus. In einer ganzen Reihe von Situationen können bestimmte Personen vollgültige Verfügungen des Rechtsinhabers zugunsten Dritter noch erhebliche Zeit später wieder rückgängig machen und etwa übertragene Gegenstände von dem Dritten zurückholen. Dogmatisch unterscheiden sich Ansprüche dieser Art deutlich von allen anderen Ansprüchen wie etwa Vertrags-, Delikts-, Bereicherungs-, Unterhalts- oder Erbschaftsansprüchen. Der bekannteste und praktisch wichtigste Fall ist die Anfechtung vorinsolvenzlicher Verfügungen des Insolvenzschuldners. Ganz ähnliche, in der Praxis durchaus relevante Rückholmöglichkeiten bestehen jedoch auch im Bereich des Familien- und Erbrechts sowie bei der Gläubigeranfechtung. All diese Rückholansprüche sind im Einzelnen recht unterschiedlich geregelt, obwohl das Regelungsproblem im Kern identisch ist. Es liegt nahe zu fragen, ob hier nicht ein einheitlich gestalteter Anspruch zugrundeliegt oder jedenfalls zugrundegelegt werden sollte.
The term »Rückholanspruch« describes a right to subsequently render void a transaction that was valid when it was made and then reclaim assets that were dissipated through that transaction. Such reversal rights exist in insolvency, family and succession law, and although they are essentially identical, they are very differently regulated. Robert Magnus queries whether a uniformly designed claim exists here or should be considered.
Physical Description:Online Resource
ISBN:9783161556944
DOI:10.1628/978-3-16-155694-4