Stressregulation in der Schwangerschaft und Effekte auf die Geburt

Epidemiologische, klinische und experimentelle Daten legen nahe, dass der Ursprung somatischer und psychiatrischer Erkrankungen teilweise im Mutterleib zu finden ist. Ungünstige intrauterine Ein-flüsse, wie Stressbelastung, Mangelernährung und Exposition gegenüber Noxen stellen pränatale Stress...

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Main Author: Otto, Henrike (Author)
Format: Book/Monograph Thesis
Language:German
Published: Heidelberg 19 Jun. 2019
DOI:10.11588/heidok.00026493
Subjects:
Online Access:Resolving-System, kostenfrei, Volltext: https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-264931
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520 |a Epidemiologische, klinische und experimentelle Daten legen nahe, dass der Ursprung somatischer und psychiatrischer Erkrankungen teilweise im Mutterleib zu finden ist. Ungünstige intrauterine Ein-flüsse, wie Stressbelastung, Mangelernährung und Exposition gegenüber Noxen stellen pränatale Stressfaktoren für das ungeborene Kind dar. Nach Hypothese der fetalen Programmierung können diese langandauernde Effekte auf Organogenese, Geburtsausgang und Stoffwechsellage haben und konsekutiv die physische sowie seelische Gesundheit nachhaltig und anhaltend beeinflussen. Die vorliegende Arbeit untersuchte, innerhalb der prospektiven Längsschnitt-Studie POSEIDON (Pre-, Peri- and POstnatal Stress: Epigenetic Impact on DepressiON), die Auswirkungen maternaler psycho-sozialer Stressbelastung während der Spätschwangerschaft auf den Ausgang der Geburt. Die psy-chosoziale Stressbelastung des untersuchten Studienkollektivs von N = 405 Probandinnen im letzten Trimenon der Schwangerschaft (36,77 ± 1,89 SSW p.m.) wurde über sechs schwangerschaftsspezifi-sche Stressvariablen erhoben und lieferten die Grundlage zur Stressgruppeneinteilung. Der Einfluss pränataler psychosozialer Stressbelastung auf die kindliche Entwicklung im Mutterleib wurde anhand der Geburtsparameter: Gestationsalter, Gewicht, Größe und Kopfumfang als Marker einer ungünsti-gen intrauterinen Umgebung der N = 405 Nachkommen untersucht. Zur Analyse der neuroendokrinen Stressachse respektive Aktivität der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achsen (HHNA), als vermeidlich vermittelnde Instanz pränataler psychosozialer Stressoren, wurde die Stresshormon-konzentration (Cortisol) aus Speichelproben der Mütter und aus in utero angelegten Fingernagel-Abschnitten der Neugeborenen bestimmt. Eine hohe psychosoziale Stressbelastung in der Spätschwangerschaft konnte in der vorliegenden Arbeit mit einer Dysregulation des maternalen Cortisoltagesprofils und einem negativen Geburtsaus-gang assoziiert werden. In diesem Zusammenhang ging ein hohes Maß an milde einzustufenden psy-chosozialen Stressoren mit einer signifikanten Reduktion des Geburtsgewichtes um 217 g (-6,7 %, p = .003), der Größe um 1,2 cm (-2,3 %; p = .003) und des Kopfumfangs um 0,8 cm (-2,3 %; p < .001), auch nach Kontrolle für Störfaktoren, einher. Eine hohe psychosoziale Stressbelastung konnte zudem mit einer Abflachung des Cortisoltagesprofils im Sinne eines verminderten Abfalls der Cortisolkonzentration über den Tag (↓ Cortisol decline, p = .023) assoziiert werden, welche wiederum in Zusammenhang mit signifikant verkürzten Gestationszeiten (p = .003) stand. Darüber hinaus wurden in der vorliegenden Arbeit die Interaktion beider Steroidkonzentrationen untereinander, deren Auswirkungen auf den Geburtsausgang und der Einfluss psychosozialer Stressbelastung auf die Höhe der kindlichen Stresshormonkonzentrationen untersucht. Insgesamt unterstützen die Studienergebnisse zusammen mit Evidenzen aktueller wissenschaftlicher Literatur einen ungünstigen Einfluss pränataler psychosozialer Stressoren auf das ungeborene Kind. Ein wichtiger zugrundeliegender Pathomechanismus der pränatalen Stressübertragung scheint, zu-mindest teilweise, durch eine stressinduzierte Dysregulation der maternalen HHNA-Aktivität mit kon-sekutiver fetaler Glucocorticoid-Überexposition vermittelt zu sein. Diese können den Feten im Mutter-leib für kürzere Gestationszeiten, geringere Geburtsgewichte und deren assoziierte Erkrankungen prädispositionieren. Langanhaltende Konsequenzen der pränatalen psychosozialen Stressbelastung für die kindliche Ent-wicklung und die somatische sowie seelische Gesundheit der POSEIDON-Kinder sollen im Rahmen von Follow-up-Studien untersucht werden. Die frühzeitige Identifizierung von Nachkommen mit be-sonders hohem Risiko für pränatal programmierte Erkrankungen durch psychosoziale Stressfaktoren könnte neue Dimensionen präventiver Ansätze liefern. 
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