Priesterinnen zwischen Tradition und Umbruch: Geschlechtergerechtigkeit im hinduistischen Indien
In der Indienforschung galt lange Zeit, dass nur Männer aus brahmanischen Kasten zum Vollzug von Ritualen mit Sanskrit-Liturgie berechtigt sind. Heutzutage ist deren Ausführung zumindest in Großstädten keine Männerdomäne mehr, wie neueste Untersuchungen der Heidelberger Indologie zeigen: Viele...
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| 1. Verfasser: | |
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| Dokumenttyp: | Article (Journal) |
| Sprache: | Deutsch Englisch |
| Veröffentlicht: |
2019-07-02
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| In: |
Ruperto Carola
Year: 2019, Jahrgang: 14, Pages: 26-35 |
| DOI: | 10.17885/heiup.ruca.2019.14.23970 |
| Online-Zugang: | Verlag, Volltext: http://doi.org/10.17885/heiup.ruca.2019.14.23970 Verlag, Volltext: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-heiup-ruca-239701 |
| Verfasserangaben: | Ute Hüsken |
| Zusammenfassung: | In der Indienforschung galt lange Zeit, dass nur Männer aus brahmanischen Kasten zum Vollzug von Ritualen mit Sanskrit-Liturgie berechtigt sind. Heutzutage ist deren Ausführung zumindest in Großstädten keine Männerdomäne mehr, wie neueste Untersuchungen der Heidelberger Indologie zeigen: Viele Frauen vollziehen als Priesterin- nen häusliche Rituale für Klienten. Bei näherem Hinsehen zeigt sich allerdings, dass diese revo- lutionär erscheinende Veränderung der religiösen Landschaft des hinduistischen Indien keines- wegs linear mit größerer Geschlechtergerechtigkeit gleichzusetzen ist. Gleichberechtigung ist in diesem Fall keine absolute Größe, sondern sie ist relativ zu sehen: Denn die Priesterinnen stehen im Spannungsfeld von Feminismus, Traditionalis- mus, Hindu-Nationalismus und Kastenpolitik, was wiederum mit einer stärkeren Ausgrenzung bestimmter Frauen einhergeht. |
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| Beschreibung: | Gesehen am 10.07.2019 |
| Beschreibung: | Online Resource |
| DOI: | 10.17885/heiup.ruca.2019.14.23970 |