Das GAVE-Syndrom als Indikation zum interventionellen Vorhofohrverschluss = Interventional left atrial appendage closure in a patient with GAVE syndrome

Anamnese und klinische Befunde | Eine 56-jährige Patientin erlitt aufgrund eines GAVE-Syndroms (gastric antral vascular ectasia) rezidivierende transfusionspflichtige obere gastrointestinale (GI) Blutungen, wobei die Situation durch die Notwendigkeit einer Antikoagulation mit Phenprocoumon bei perm...

Full description

Saved in:
Bibliographic Details
Main Authors: Fastner, Christian (Author) , Belle, Sebastian (Author) , Akın, Ibrahim (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 30. November 2016
In: Deutsche medizinische Wochenschrift
Year: 2016, Volume: 141, Issue: 24, Pages: 1796-1799
ISSN:1439-4413
DOI:10.1055/s-0042-112136
Online Access:Verlag, Volltext: https://doi.org/10.1055/s-0042-112136
Verlag: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0042-112136
Get full text
Author Notes:Christian Fastner, Sebastian Belle, Ibrahim Akin
Description
Summary:Anamnese und klinische Befunde | Eine 56-jährige Patientin erlitt aufgrund eines GAVE-Syndroms (gastric antral vascular ectasia) rezidivierende transfusionspflichtige obere gastrointestinale (GI) Blutungen, wobei die Situation durch die Notwendigkeit einer Antikoagulation mit Phenprocoumon bei permanentem Vorhofflimmern (CHA2DS2-VASc-Score 3 Punkte) aggraviert wurde. Eine Umstellung auf niedermolekulares Heparin brachte keinen Erfolg. Die häufigen Krankenhausaufenthalte beinträchtigten die Patientin in ihrer Lebensqualität. Therapie und Verlauf | 2 Monate nach Erstdiagnose des GAVE-Syndroms mit zwischenzeitlich fünf Krankenhausaufenthalten sowie mehreren Argonplasmakoagulationen wurde erfolgreich ein interventioneller Vorhofohrverschluss mit einem AmplatzerTM Cardiac Plug 2 durchgeführt. Unter der postinterventionellen dualen Thrombozytenaggregationshemmung mit ASS und Clopidogrel anstelle einer oralen Antikoagulation konnte bereits ein Sistieren der Blutungen erreicht werden. Folgerung | Der interventionelle Vorhofohrverschluss erscheint bei Patienten mit GAVE-Syndrom und hierunter rezidivierend auftretenden oberen GI-Blutungen sowie nicht-valvulärem Vorhofflimmern als eine effektive therapeutische Alternative zur Reduzierung der Blutungshäufigkeit.
Item Description:Gesehen am 31.10.2019
Physical Description:Online Resource
ISSN:1439-4413
DOI:10.1055/s-0042-112136