Die Behandlung von Doppel- und Mehrstaatern im deutschen und europäischen IPR

Weltweit wächst die Zahl der Menschen mit mehrfacher Staatsangehörigkeit. Der deutsche Gesetzgeber hat mit dem Wegfall der Optionspflicht für junge Erwachsene auf diese Entwicklung reagiert. Fälle, in denen die Staatsangehörigkeit allein als Anknüpfung im IPR versagt, dürften hierdurch weiter...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Schlürmann, Lucienne (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2016
In: Studentische Zeitschrift für Rechtswissenschaft Heidelberg
Year: 2016, Heft: 1, Pages: 62-92
ISSN:2629-7132
DOI:10.11588/srzwo.2016.1.67589
Online-Zugang:Verlag, Volltext: http://dx.doi.org/10.11588/srzwo.2016.1.67589
Verlag, kostenfrei, Volltext: https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/studzrwo/article/view/67589
Volltext
Verfasserangaben:Lucienne Schlürmann
Beschreibung
Zusammenfassung:Weltweit wächst die Zahl der Menschen mit mehrfacher Staatsangehörigkeit. Der deutsche Gesetzgeber hat mit dem Wegfall der Optionspflicht für junge Erwachsene auf diese Entwicklung reagiert. Fälle, in denen die Staatsangehörigkeit allein als Anknüpfung im IPR versagt, dürften hierdurch weiter zunehmen. Das deutsche IPR räumt dagegen in Art. 5 Abs. 1 S. 2 EGBGB seit 30 Jahren unverändert der deutschen Staatsangehörigkeit den Vorrang ein und erweist sich so, wie der Beitrag zeigt, mit Blick auf den allgemeinen „Trend“ zur Multinationalität als nicht mehr zeitgemäß. Auf europäischer Ebene beeinflusst besonders der Übergang zur Regelanknüpfung an den gewöhnlichen Aufenthalt die herkömmlichen Lehren zur Behandlung von Doppel- und Mehrstaatern. Dieser Beitrag beleuchtet daher aktuelle Probleme der mehrfachen Staatsangehörigkeit im nationalen und europäischen Kollisionsrecht. The number of people with multiple nationalities is rising worldwide. As a reaction to this development, the German legislator abolished the law stipulating that young adults have to choose a single nationality. This will likely result in an increasing number of cases in which the nationality as a connecting factor fails in PIL. Surprisingly the German PIL - as stated in the second sentence of Article 5(1) EGBGB - has prioritised the German nationality for the last 30 years. The purpose of this work is to argue that, in light of the current trend towards multiple nationalities, that law is outdated. On the European level the transition from nationality to habitual residence as the main connecting factor particularly affects the common doctrine of multiple nationalities. This article therefore discusses current problems arising from multi-national citizenshipwithin national and European conflict of laws.
Beschreibung:Gesehen am 06.11.2019
Beschreibung:Online Resource
ISSN:2629-7132
DOI:10.11588/srzwo.2016.1.67589