Zielvolumenkonzepte in der Strahlentherapie und ihre Bedeutung für die Bildgebung = Target volume concepts in radiotherapy and their implications for imaging

Zusammenfassung: Klinisches Problem: Eine erfolgreiche strahlentherapeutische Behandlung erfordert eine präzise Lokalisierung des Tumors, v.a. basierend auf der Bildgebung.Herkömmliche Verfahren: Bestrahlung der Tumorregion einschließlich eines Sicherheitssaums ohne Protokoll. Moderne Therapieverf...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Burnet, Neil (VerfasserIn) , Paul, Angela (VerfasserIn) , Delorme, Stefan (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Englisch
Veröffentlicht: 27. Juni 2018
In: Der Radiologe
Year: 2018, Jahrgang: 58, Heft: 8, Pages: 708-721
ISSN:1432-2102
DOI:10.1007/s00117-018-0420-6
Online-Zugang:Verlag, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00117-018-0420-6
Volltext
Verfasserangaben:N.G. Burnet, D.J. Noble, A. Paul, G.A. Whitfield, S. Delorme
Beschreibung
Zusammenfassung:Zusammenfassung: Klinisches Problem: Eine erfolgreiche strahlentherapeutische Behandlung erfordert eine präzise Lokalisierung des Tumors, v.a. basierend auf der Bildgebung.Herkömmliche Verfahren: Bestrahlung der Tumorregion einschließlich eines Sicherheitssaums ohne Protokoll. Moderne Therapieverfahren: Das Zielvolumen besteht aus dem GTV mit dem sichtbaren Tumoranteil, dem CTV mit den mikroskopischen Tumorausläufern sowie dem PTV mit einem zusätzlichen Sicherheitssaum, der eine korrekte Dosisabdeckung des GTV und CTV gewährleistet. Der Saum des CTV basiert auf historischen Patientendaten. Der PTV-Saum basiert auf einer Abschätzung von Ungenauigkeiten bei der Planung und Durchführung der Behandlung. Normalgewebe müssen die gleiche Sorgfalt und Konsistenz bei der Konturierung erfahren, da ihre Gewebstoleranz die Dosis im Tumor limitieren kann. Eine effektive Behandlungsplanung setzt auch eine Konturierung der Risikoorgane voraus. Seriell angelegte Risikoorgane profitieren von einem zusätzlichen Volumen („planning organ at risk volume“, PRV), um deren Dosis besser begrenzen zu können. Diagnostik: Je besser die Bildgebung ist, umso verlässlicher wird die Definition des GTV, und umso erfolgreicher verläuft die Therapie. Der Einsatz unterschiedlicher Bildgebungssequenzen und Untersuchungsmodalitäten ist oft hilfreich. Es ist möglich, dass es unterschiedliche CTV gibt, die, abhängig von der Tumorlast, unterschiedliche Dosen erfordern. Leistungsfähigkeit: Die Definition standardisierter Zielvolumina nach den ICRU-Reports 50, 62 und 83 ist die Basis für eine individualisierte Bestrahlungsplanung nach einheitlichen Kriterien und auf hohem qualitativem Niveau. Bewertung: Die Strahlentherapie ist ein interdisziplinäres Fach, welches auf die Radiodiagnostik als Teampartner nicht verzichten kann. Der regelmäßige Dialog zwischen Radioonkologen und Radiodiagnostikern ist für die Zielvolumendefinition und damit auch für den Patienten ganz entscheidend. Empfehlung für die Praxis: Bildgebung zur Bestrahlungsplanung erfordert höchste Qualität und den Einsatz funktioneller Bildgebung sowie eine enge Kooperation mit einem einschlägig erfahrenen diagnostischen Radiologen.
Beschreibung:Gesehen am 04.02.2020
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1432-2102
DOI:10.1007/s00117-018-0420-6