Vorhofflimmern: Diagnostik und was ein Neurologe darüber wissen sollte

Vorhofflimmern (VHF) ist ein wichtiger Risikofaktor für Schlaganfälle. Eine orale Antikoagulation kann das Auftreten von Schlaganfällen hocheffektiv verhindern, daher ist die Detektion von VHF besonders wichtig. Insbesondere paroxysmales VHF entgeht den üblichen diagnostischen Methoden häufig....

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Rizos, Timolaos (VerfasserIn) , Rasch, Christina (VerfasserIn) , Horstmann, Solveig (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2018
In: Klinische Neurophysiologie
Year: 2017, Jahrgang: 49, Heft: 02, Pages: 97-104
ISSN:1439-4081
DOI:10.1055/s-0043-118513
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/s-0043-118513
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0043-118513
Volltext
Verfasserangaben:Timolaos Rizos, Christina Rasch, Solveig Horstmann
Beschreibung
Zusammenfassung:Vorhofflimmern (VHF) ist ein wichtiger Risikofaktor für Schlaganfälle. Eine orale Antikoagulation kann das Auftreten von Schlaganfällen hocheffektiv verhindern, daher ist die Detektion von VHF besonders wichtig. Insbesondere paroxysmales VHF entgeht den üblichen diagnostischen Methoden häufig. Ein „Goldstandard“ zur VHF Detektion ist nach wie vor nicht etabliert. Grundsätzlich gilt: Je länger die EKG-Ableitung desto höher die zu erreichende Detektionsrate. Neben direkten Nachweisverfahren, existieren indirekte Verfahren wie die Analyse der Herzratenvariabilität und Modelle zur Vorhersage von VHF und zur Selektion von Patienten für erweiterte Detektionsmethoden. Diese sind allerdings bislang noch unzureichend untersucht und werden im Alltag kaum eingesetzt. Konnte VHF nach einem Schlaganfall bzw. einer TIA nachgewiesen werden, besteht eine Indikation für eine orale Antikoagulation. Im Falle positiver Studienergebnisse könnte das Indikationsspektrum einer oralen Antikoagulation in Zukunft auf Patienten mit „embolic stroke of undetermined source“ (ESUS) erweitert werden. Eine mögliche Alternative zur medikamentösen Schlaganfallprävention bei VHF stellt der interventionelle Vorhofohrverschluss dar.
Beschreibung:Publikationsdatum: 16. Oktober 2017 (online)
Englischer Titel auf Homepage der Zeitschrift: Atrial Fibrillation: Diagnostics and what Neurologists should know
Gesehen am 14.04.2020
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1439-4081
DOI:10.1055/s-0043-118513