Religiosität: in ihrem Einfluss auf ängstliche und depressive Symptome sowie Körperbeschwerden und Traumata überschätzt? Eine repräsentative Querschnittstudie

ZusammenfassungFragestellung: Untersucht werden die Hypothesen, dass explizite Gläubigkeit, Spiritualität und eine aktive Glaubenspraxis mit verminderten Depressions- und Angstwerten sowie geringeren körperlichen Beschwerden einhergehen und dass sich in der Kindheit Traumatisierte als spirituelle...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Hampel, Nicola (VerfasserIn) , Schauenburg, Henning (VerfasserIn) , Ehrenthal, Johannes C. (VerfasserIn) , Brähler, Elmar (VerfasserIn) , Baie, Lara (VerfasserIn) , Heuft, Gereon (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: September 2019
In: Zeitschrift für psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Year: 2019, Jahrgang: 65, Heft: 3, Pages: 288-303
ISSN:2196-8349
DOI:10.13109/zptm.2019.65.3.288
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.13109/zptm.2019.65.3.288
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://www.vr-elibrary.de/doi/10.13109/zptm.2019.65.3.288
Volltext
Verfasserangaben:Nicola Hampel, Henning Schauenburg, Johannes C. Ehrenthal, Elmar Brähler, Lara Baie, Gereon Heuft
Beschreibung
Zusammenfassung:ZusammenfassungFragestellung: Untersucht werden die Hypothesen, dass explizite Gläubigkeit, Spiritualität und eine aktive Glaubenspraxis mit verminderten Depressions- und Angstwerten sowie geringeren körperlichen Beschwerden einhergehen und dass sich in der Kindheit Traumatisierte als spiritueller beschreiben.Methode: In dieser Querschnittsstudie einer deutschlandweiten repräsentativen Erhebung (n = 2508) werden Menschen hinsichtlich ihrer Gläubigkeit und Spiritualität mit Depression, Angst, Körperbeschwerden und Traumata untersucht.Ergebnisse: Hypothesendiskonform zeigte sich, dass Patienten mit mentalen (PHQ-4; Löwe et al. 2010) oder physischen (GBB_8; Kliem et al. 2017) Erkrankungen signifikant höhere Spiritualitätswerte und mehr private religiöse/spirituelle Praxis aufweisen als Patienten ohne psychische oder physiscms (Grabe et al. 2012) zeigt sich hypothesenkonform, dass sich Menschen mit traumatischen Erfahrungen in der Kindheit als signifikant spiritueller Probanden ohne diese Erfahrungen.Diskussion: Anders als erwartet, berichten Probanden mit mentaler und/oder körperlicher Belastung vermehrt spirituelle Suche sowie private religiöse/spirituelle Praxis. Möglicherweise ist Spiritualität weniger ein verfügbarer protektiver Faktor hinsichtlich mentaler oder physischer Belastung, als dass Belastungen die Suche nach eigener Spiritualität und privater religiöser/spiritueller Praxis anregen.
Beschreibung:Gesehen am 27.05.2020
Beschreibung:Online Resource
ISSN:2196-8349
DOI:10.13109/zptm.2019.65.3.288