Nutzenbewertung operativer Maßnahmen aus der Perspektive der chirurgischen Forschung

Die Nutzenbewertung operativer Maßnahmen bildet die Grundlage für das Konzept der evidenzbasierten Chirurgie. Jedoch sind gerade im Bereich der operativen Medizin viele Interventionen nicht durch qualitativ hochwertige klinische Studien untersucht. Deshalb ist eine strukturierte Nutzenbewertung chi...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Hüttner, Felix (VerfasserIn) , Ulrich, Alexis (VerfasserIn) , Mihaljevic, André Leopold (VerfasserIn) , Probst, Pascal (VerfasserIn) , Rossion, Inga (VerfasserIn) , Diener, Markus K. (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 8. Januar 2015
In: Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz
Year: 2015, Jahrgang: 58, Heft: 3, Pages: 248-255
ISSN:1437-1588
DOI:10.1007/s00103-014-2113-2
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00103-014-2113-2
Volltext
Verfasserangaben:F.J. Hüttner, A. Ulrich, A.L. Mihaljevic, P. Probst, I. Rossion, Markus K. Diener
Beschreibung
Zusammenfassung:Die Nutzenbewertung operativer Maßnahmen bildet die Grundlage für das Konzept der evidenzbasierten Chirurgie. Jedoch sind gerade im Bereich der operativen Medizin viele Interventionen nicht durch qualitativ hochwertige klinische Studien untersucht. Deshalb ist eine strukturierte Nutzenbewertung chirurgischer Interventionen in der Zukunft unumgänglich. Dabei ist zu beachten, dass der Nutzen und das Risiko einer Maßnahme eine unterschiedliche Bedeutung haben können, je nachdem, ob sie aus der Perspektive von Patienten, Chirurgen, der Industrie oder der Kostenträger im Gesundheitswesen betrachtet werden. Je nachdem welche Maßnahmen im Rahmen chirurgischer Studien verglichen werden, sind unterschiedliche regulative Rahmenbedingungen einzuhalten. Zusätzlich stellt die Nutzenbewertung operativer Maßnahmen einige spezifische Herausforderungen an klinische Forscher, beginnend bei der Wahl eines geeigneten Endpunkts bis hin zu Fragen der Standardisierung der Interventionen und dem Einfluss von Lernkurven. Als Zukunftskonzept für die Entwicklung und Bewertung von Innovationen in der operativen Medizin dient das IDEAL-Concept, das im Jahr 2009 durch eine internationale Expertengruppe entwickelt wurde. Beispielhaft zeigen das Studienzentrum der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (SDGC) und das chirurgische Studiennetzwerk (CHIR-Net), dass es durch Kooperationen von Klinikern und Methodikern möglich ist, eine kompetente, chirurgische Studienstruktur zur effektiven Nutzenbewertung operativer Maßnahmen zu schaffen. Solche Netzwerke müssen zukünftig dazu dienen, die bestehenden Evidenzlücken zu schließen und Innovationen effizient zu evaluieren.
Beschreibung:Gesehen am 03.06.2020
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1437-1588
DOI:10.1007/s00103-014-2113-2