Evaluation von Stressprävention und Stressbewältigung mittels epigenetischer Marker = Evaluation of stress management and stress prevention using epigenetic markers

Chronischer oder traumatischer Stress kann psychische Störungen und körperliche Erkrankungen begünstigen oder sogar verursachen. Ergebnisse aus der Grundlagenforschung zeigen, dass Stress zu einer Dysregulation wichtiger körperlicher Stresssysteme führen kann, welche diese Prozesse vermutlich v...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Stoffel, Martin (VerfasserIn) , Gardini, Elena (VerfasserIn) , Ehrenthal, Johannes C. (VerfasserIn) , Abbruzzese, Elvira A. (VerfasserIn) , Ditzen, Beate (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: January 22, 2020
In: Verhaltenstherapie
Year: 2020, Jahrgang: 30, Heft: 1, Pages: 18-27
ISSN:1423-0402
DOI:10.1159/000505595
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1159/000505595
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://www.karger.com/Article/FullText/505595
Volltext
Verfasserangaben:Martin Stoffel, Elena Gardini, Johannes C. Ehrenthal, Elvira Abbruzzese, Beate Ditzen
Beschreibung
Zusammenfassung:Chronischer oder traumatischer Stress kann psychische Störungen und körperliche Erkrankungen begünstigen oder sogar verursachen. Ergebnisse aus der Grundlagenforschung zeigen, dass Stress zu einer Dysregulation wichtiger körperlicher Stresssysteme führen kann, welche diese Prozesse vermutlich vermitteln. Hierauf aufbauend wurden Interventionen zur Prävention oder zum Umgang mit Stress entwickelt, deren Wirkung mittels verschiedener Indikatoren dieser Stresssysteme evaluiert werden kann. In den letzten Jahren zeigten Ergebnisse aus Tier- und Humanstudien, dass sich Stress auch auf epigenetische Signaturen auswirken kann. Die funktionellen Konsequenzen dieser Veränderungen, darunter eine veränderte Expression der betroffenen Gene, wurden zudem als Modulatoren der psycho­biologischen Stressantwort beschrieben. Eine Reihe erster Pionierstudien zeigt nun, dass stressassoziierte epigenetische Prozesse durch psychologische Interventionen, darunter Stressprävention und Stressbewältigung, verhindert oder sogar umgekehrt werden können. In der vorliegenden Übersichtsarbeit werden (1) relevante epigenetische Mechanismen beschrieben, (2) eine Übersicht zum Zusammenhang von Epigenetik und Stress dargestellt und (3) erläutert, wie epigenetische Prozesse durch psychologische Interventionen beeinflusst werden könnten.
Beschreibung:Gesehen am 04.06.2020
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1423-0402
DOI:10.1159/000505595