Schädel-Hirn-Trauma = Traumatic brain injury

Unter jungen Erwachsenen gilt das Schädel-Hirn-Trauma (SHT) als die häufigste Ursache von langfristiger Behinderung und Tod, wodurch das SHT eine enorme gesundheitliche und sozialwirtschaftliche Belastung darstellt. Als Folge der Primärläsion entwickelt sich ein perifokales Hirnödem, das aufgr...

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Main Authors: Hackenberg, Katharina (Author) , Unterberg, Andreas (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
English
Published: 6. Januar 2016
In: Der Nervenarzt
Year: 2016, Volume: 87, Issue: 2, Pages: 203-216
ISSN:1433-0407
DOI:10.1007/s00115-015-0051-3
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00115-015-0051-3
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Author Notes:K. Hackenberg, A. Unterberg
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Summary:Unter jungen Erwachsenen gilt das Schädel-Hirn-Trauma (SHT) als die häufigste Ursache von langfristiger Behinderung und Tod, wodurch das SHT eine enorme gesundheitliche und sozialwirtschaftliche Belastung darstellt. Als Folge der Primärläsion entwickelt sich ein perifokales Hirnödem, das aufgrund des begrenzten intrakraniellen Raums einen Anstieg des intrakraniellen Drucks bewirkt. Dies hat eine Reduktion des zerebralen Perfusionsdrucks und somit der zerebralen Durchblutung zur Folge. Eine zerebrale Minderperfusion unterhalb der Ischämieschwelle führt zu weiteren ischämischen Läsionen und konsekutiv zu einer Größenprogredienz der Kontusion. Da der Primärschaden irreversibel ist und nur durch Primärprävention unterbunden werden kann, fokussiert sich die Behandlung des SHT auf die sekundären Schädigungen. Sie beinhaltet eine chirurgische Therapie zur Evakuation einer raumfordernden intrakraniellen Verletzung und eine konservative intensivmedizinische Therapie. Aufgrund der komplexen Pathophysiologie sollte eine zügige Therapie des SHT in einer neurochirurgischen Klinik erfolgen.
Item Description:Gesehen am 02.09.2020
Physical Description:Online Resource
ISSN:1433-0407
DOI:10.1007/s00115-015-0051-3