Wem nützt die App?: Internet- und mobilgestützte Interventionen (IMIs) im Spannungsfeld von Autonomie und Patientenwohl

Der Einsatz von Internet- und mobilgestützten Interventionen (IMIs) wird als Empowerment von PatientInnen sowie als Verbesserung des Zugangs zu Versorgungsangeboten beschrieben. Die ethischen Risiken für spezifische Patientengruppen werden nur selten diskutiert. Ziel der Studie ist die Verortung d...

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Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Rubeis, Giovanni (VerfasserIn) , Ketteler, Daniel Matthias (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 18. Februar 2020
In: Psychotherapie, Psychosomatik, medizinische Psychologie
Year: 2020, Jahrgang: 70, Heft: 11, Pages: 467-474
ISSN:1439-1058
DOI:10.1055/a-1104-5459
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/a-1104-5459
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/a-1104-5459
Volltext
Verfasserangaben:Giovanni Rubeis, Daniel Ketteler

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520 |a Der Einsatz von Internet- und mobilgestützten Interventionen (IMIs) wird als Empowerment von PatientInnen sowie als Verbesserung des Zugangs zu Versorgungsangeboten beschrieben. Die ethischen Risiken für spezifische Patientengruppen werden nur selten diskutiert. Ziel der Studie ist die Verortung der Patientengruppen, die im Spannungsfeld von Autonomie und Patientenwohl vom Einsatz von IMIs möglicherweise nicht profitieren.Das Material der ethischen Analyse besteht in Randomisierten Kontrollstudien (RCTs) und Reviews sowie ethischen Zeitschriften- und Buchbeiträgen. Methodischer Orientierungspunkt ist das Spannungsverhältnis zwischen Patientenautonomie und Patientenwohl. Auf dieser Grundlage werden Patientengruppen herausgearbeitet, bei welchen der Einsatz von IMIs nicht zu Empowerment oder verbessertem Zugang zu Versorgungsangeboten führt.</p> <p> <b>Ergebnisse</b> Die evidenzbasierte ethische Analyse zeigt, dass PatientInnen mit bestimmten Störungsbildern bzw. gesteigerter Symptomschwere, PatientInnen mit niedrigem Bildungsgrad und mangelnder technischer Affinität sowie PatientInnen mit Migrationshintergrund von der Anwendung von IMIs oftmals nicht profitieren. Für diese Patientengruppen kann der Einsatz von IMIs Risiken wie mangelnde Passung auf individuelle Behandlungsbedürfnisse, Symptomverschlechterung, hohe Abbruchrate und mangelnde Erkennung von Notsituationen mit sich bringen.Die starke Betonung des Autonomie-Aspekts kann bei manchen Patientengruppen eine Beeinträchtigung des Patientenwohls mit sich bringen und vorhandene Zugangsbarrieren zum Gesundheitssystem weiter verstärken. Somit können vielfach gerade diejenigen Patientengruppen nicht erreicht werden, deren Inklusion in die psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung durch IMIs gefördert werden soll. Diese Zugangsbarrieren sollten zumindest frühzeitig in die Konzeptionierung von IMIs einfließen, um durch eine sicherlich notwendige Digitalisierung des Gesundheitsmarktes ohnehin oft multimorbide Randgruppen in Multiproblemsituationen nicht aus den Augen zu verlieren.Schlussfolgerung Die Anwendung von IMIs ist stets vor dem Hintergrund der individuellen Ressourcen von PatientInnen zu prüfen. Hinsichtlich einer möglichen verstärkten Implementierung von IMIs im deutschen Versorgungssystem ist daher der Schutz des Patientenwohls jener Gruppen zu gewährleisten, für welche der Einsatz von IMIs Risiken mit sich bringt. Zudem können durch einen frühzeitigen Fokus auf marginalisierte Patientengruppen und die Implementierung niedrigschwelliger Zugänge zum Behandlungs- und Beratungssystem auch Chancen für gerade diese Klientengruppen eröffnet werden. 
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