Tripolitanien und Bengasi um 1900: Wissen, Vermittlung und politische Kommunikation

Die Studie untersucht, wie der spätosmanische Staat Wissen über Tripolitanien, Bengasi und Fezzan produzierte, wie die Kommunikation zwischen Einwohnern und Beamten funktionierte und welche Handlungsmöglichkeiten sie hatten. Lokale und imperiale Akteure bewegten sich in einem Spannungsverhältnis...

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Sievert, Henning (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Buch/Monographie
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Baden-Baden Ergon Verlag 2020
Schriftenreihe:Istanbuler Texte und Studien Band 45
In: Istanbuler Texte und Studien (Band 45)

DOI:10.5771/9783956507946
Schlagworte:
Online-Zugang:Resolving-System, lizenzpflichtig: https://doi.org/10.5771/9783956507946
Verlag, lizenzpflichtig: https://www.nomos-elibrary.de/10.5771/9783956507946
Volltext
Verfasserangaben:Henning Sievert
Beschreibung
Zusammenfassung:Die Studie untersucht, wie der spätosmanische Staat Wissen über Tripolitanien, Bengasi und Fezzan produzierte, wie die Kommunikation zwischen Einwohnern und Beamten funktionierte und welche Handlungsmöglichkeiten sie hatten. Lokale und imperiale Akteure bewegten sich in einem Spannungsverhältnis zwischen Zivilisierungsdiskurs und vollwertiger Integration, zwischen Anspruch und Praxis. Dabei erzeugte der Aufbau von Staatlichkeit zugleich einen wachsenden Bedarf an Vermittlern, welche der italienischen Kolonialherrschaft nach 1911 fehlten. Durch den Blick auf Wissen und Kommunikation im weit von der Hauptstadt entfernten osmanischen Afrika leistet die Studie einen Beitrag zur Geschichte Libyens wie auch des Osmanischen Reiches insgesamt.
This study examines the production of knowledge on Tripolitania, Benghazi and Fezzan by the late Ottoman state, the ways in which local subjects and imperial officials communicated and what kind of agency they had. They operated in a continuum between a discourse of civilisation and complete political integration, between ambitious aspirations and prosaic practice. Ongoing processes of state building at the same time increasingly necessitated the employment of intermediaries that the Italian colonial regime after 1911 would lack. By looking at knowledge, communication and micropolitics in these remote parts of the realm, the study contributes to the history of both Libya and the Ottoman Empire as a whole.
Beschreibung:Quellen- und Literaturverzeichnis: Seite 577-611
Beschreibung:Online Resource
ISBN:9783956507946
DOI:10.5771/9783956507946