In-vitro-Analyse des Einflusses von Metallionen auf humane Lymphozyten = In vitro analysis of the impact of metal ions on human lymphocyte cultures

Die Verwendung von Metalllegierungen in der Medizin hat in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen. Zahlreiche Studien haben dargelegt, dass aus Implantaten freiwerdende Metallionen auch implantatfern im Körper nachweisbar sind. Wenngleich Wirkungen mit direktem Krankheitswert durch in den...

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Main Authors: Hagmann, Sébastien (Author) , Kirsch, Joachim (Author) , Kretzer, Jan Philippe (Author) , Moradi, Babak (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 24. Juli 2013
In: Der Orthopäde
Year: 2013, Volume: 42, Issue: 8, Pages: 643-650
ISSN:1433-0431
DOI:10.1007/s00132-012-2039-z
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00132-012-2039-z
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Author Notes:S. Hagmann, J. Kirsch, J.P. Kretzer, B. Moradi
Description
Summary:Die Verwendung von Metalllegierungen in der Medizin hat in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen. Zahlreiche Studien haben dargelegt, dass aus Implantaten freiwerdende Metallionen auch implantatfern im Körper nachweisbar sind. Wenngleich Wirkungen mit direktem Krankheitswert durch in den Körper abgegebene Metallionen selten zu sein scheinen, ist die Öffentlichkeit beunruhigt. Im vorliegenden Artikel untersuchten wir den In-vitro-Einfluss von Molybdän(V+)-, Kobalt(II+)-, Chrom(III+)- und Nickel(II+)-Ionen auf lymphozytäre Aktivierungsmarker (CD25, CD38, CD69, CD95) und Viabilität (7-AAD/AnnexinV) von humanen CD4+-T-Lymphoyzten. Bei einer Konzentration von 1000 μg/l von Kobalt(II+) kam es zu einer signifikanten Suppression der Aktivierungsmarker. Die Metallionen Nickel(II+), Chrom(III+) und Molybdän(V+) zeigten keine signifikante Änderungen bzgl. der Oberflächenmarkerexpression. Alle Metallionen führten zu einer signifikanten Reduktion der Viabilität, wobei Kobalt(II+) zur höchsten Rate an apoptotischen Zellen führte. Nur hierbei zeigte sich eine signifikante Steigerung an nekrotischen Zellen. Auch wenn der Krankheitswert der nachgewiesenen Effekte von Metallionen auf humane Lymphozyten in vitro und in vivo noch unklar ist, legen die bisherigen Daten die Notwendigkeit weiterer Forschung zum Thema nahe.
Item Description:Gesehen am 22.02.2021
Physical Description:Online Resource
ISSN:1433-0431
DOI:10.1007/s00132-012-2039-z