Definition des Hyperparathyreoidismus und Indikation zur chirurgischen Therapie

Der Hyperparathyreoidismus, die Überfunktion der Nebenschilddrüsen oder Epithelkörperchen, kommt in zwei grundsätzlich unterschiedlichen Formen vor: Beim primären Hyperparathyreoidismus liegt ein autonomer Parathormonexzess ohne erkennbare Ursache vor, beim sekundären Hyperparathyreoidismus st...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Ziegler, Reinhard (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: October 1999
In: Der Chirurg
Year: 1999, Jahrgang: 70, Heft: 10, Pages: 1077-1081
ISSN:1433-0385
DOI:10.1007/s001040050868
Online-Zugang:Resolving-System, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s001040050868
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://link.springer.com/article/10.1007/s001040050868
Volltext
Verfasserangaben:R. Ziegler
Beschreibung
Zusammenfassung:Der Hyperparathyreoidismus, die Überfunktion der Nebenschilddrüsen oder Epithelkörperchen, kommt in zwei grundsätzlich unterschiedlichen Formen vor: Beim primären Hyperparathyreoidismus liegt ein autonomer Parathormonexzess ohne erkennbare Ursache vor, beim sekundären Hyperparathyreoidismus stimuliert eine chronische Hypocalciämie die Nebenschilddrüsen zur reaktiven Überfunktion. Aus ihr kann bei langjährigem Bestehen eine Autonomie im Sinne eines tertiären Hyperparathyreoidismus entstehen. Die Indikation zur chirurgischen Intervention ist beim primären Hyperparathyreoidismus gegeben, wenn Organmanifestationen (renal, intestinal, ossär) oder relevante Symptome des Hypercalciämiesyndroms vorliegen. Beim sicher asymptomatischen primären Hyperparathyreoidismus ist eine abwartende Strategie „erlaubt“, sofern sich der Patient den erforderlichen Langzeitkontrollen unterzieht. Ergeben sie eine Progression, ist von der abwartenden Strategie zur operativen Intervention umzuschalten. Beim sekundären Hyperparathyreoidismus stellt sich die Aufgabe der operativen Intervention bei progredienten Folgen des Parathormonexzesses, d. h. bei progredienter renaler Osteopathie oder beim Umschlag in die Autonomie des tertiären Hyperparathyreoidismus.
Beschreibung:Gesehen am 19.05.2021
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1433-0385
DOI:10.1007/s001040050868