Antiziganismus in der Geschichte des Kinos: inzenierte Fremdheit

Die Figur der spanischen „Zigeunerin“ Carmen, die zum kulturellen Prototyp der „Femme fatale“ zählt, wurde nicht nur mit der gleichnamigen Oper weltberühmt: Die französische Novelle, der diese Figur entstammt, gilt auch als die meistverfilmte literarische Vorlage in der Geschichte des Kinos. „Zig...

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Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Mladenova, Radmila (VerfasserIn) , Reuter, Frank (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2021-07-16
In: Ruperto Carola
Year: 2021, Jahrgang: 18, Pages: 144-152
DOI:10.17885/heiup.ruca.2021.18.24373
Online-Zugang:Verlag, kostenfrei, Volltext: http://dx.doi.org/10.17885/heiup.ruca.2021.18.24373
Verlag, kostenfrei, Volltext: https://heiup.uni-heidelberg.de/journals/index.php/rupertocarola/article/view/24373
Volltext
Verfasserangaben:Radmila Mladenova & Frank Reuter
Beschreibung
Zusammenfassung:Die Figur der spanischen „Zigeunerin“ Carmen, die zum kulturellen Prototyp der „Femme fatale“ zählt, wurde nicht nur mit der gleichnamigen Oper weltberühmt: Die französische Novelle, der diese Figur entstammt, gilt auch als die meistverfilmte literarische Vorlage in der Geschichte des Kinos. „Zigeuner“-Filme gibt es bereits seit Beginn des Filmschaffens - und seither spielt dieses Leitmedium auch eine entscheidende Rolle für die Entstehung und Verbreitung antiziganistischer Bilder und Stereotype. Dennoch wurde Antiziganismus im Film bislang kaum kritisch untersucht. Die Forschungsstelle Antiziganismus an der Universität Heidelberg hinterfragt die Normalität dieses klischeebeladenen Blickes auf eine Minderheit und geht der Frage nach, ob sich das kreative Potenzial des Mediums Film nicht auch emanzipatorisch nutzen ließe, um Vorurteile der Mehrheitsgesellschaft zu überwinden.
Beschreibung:Gesehen am 23.07.2021
Beschreibung:Online Resource
DOI:10.17885/heiup.ruca.2021.18.24373