Erfahrungen und Einstellungen zu Klinischen Studien in der Hausarztpraxis: Ergebnisse einer Befragung von deutschen Hausärzten

Klinische Studien gelten aufgrund hoher Anforderungen an Qualität und Patientensicherheit als aufwändig und stellen in der Primärversorgung in Deutschland bislang die Ausnahme dar. Ziel dieser Untersuchung war die Erfassung von Teilnahmebereitschaft, Förder- und Hemmfaktoren von Hausärzten für...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Peters-Klimm, Frank (VerfasserIn) , Krug, Katja (VerfasserIn) , Gágyor, I. (VerfasserIn) , Haasenritter, J. (VerfasserIn) , Bleidorn, J. (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2013
In: Das Gesundheitswesen
Year: 2013, Jahrgang: 75, Heft: 5, Pages: 321-327
ISSN:1439-4421
DOI:10.1055/s-0032-1321742
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/s-0032-1321742
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0032-1321742
Volltext
Verfasserangaben:F. Peters-Klimm, K. Hermann, I. Gágyor, J. Haasenritter, J. Bleidorn, für das Netzwerk Klinische Studien in der Allgemeinmedizin
Beschreibung
Zusammenfassung:Klinische Studien gelten aufgrund hoher Anforderungen an Qualität und Patientensicherheit als aufwändig und stellen in der Primärversorgung in Deutschland bislang die Ausnahme dar. Ziel dieser Untersuchung war die Erfassung von Teilnahmebereitschaft, Förder- und Hemmfaktoren von Hausärzten für eine Teilnahme an klinischen Studien, um auf dieser Basis die Planung und Durchführung weiterer Studien optimieren zu können. Teilnehmer regionaler hausärztlicher Fortbildungsveranstaltungen wurden mittels eines selbstentwickelten, standardisierten Fragebogens befragt. Die Identifikation von Prädiktoren künftiger Studienteilnahme wurde anhand von Regressionsanalysen durchgeführt. Es beteiligten sich 408 von 804 (50,7%) der angefragten Hausärzte an der Befragung (51±9 Jahre, 35% weiblich), davon konnten sich 69% generell zukünftig eine Studienteilnahme vorstellen. Signifikante Einflussfaktoren (OR, CI; P-Wert) waren dabei „praxisrelevante Fragestellungen“ (2,25, 1,61-3,14;<0,001) und „neue Herausforderungen/Abwechslung vom Alltag“ (2,24, 1,67-2,97;<0,001). Während 58% der Teilnehmer eine „grundsätzliche Teilnahmebereitschaft“ an einer GCP-konformen Prüfarzt-Schulung angaben, hatten bislang nur 6% der Teilnehmer an einer derartigen Schulung teilgenommen. Kurze Veranstaltungen mit geringer Präsenzpflicht wurden vorgezogen. Nur 7% waren bereit, mindestens die Hälfte der Kosten einer Prüfarzt-Schulung zu übernehmen. Um Hausärzte zukünftig für die erfolgreiche Teilnahme an klinischen Studien gewinnen zu können, sollten Studien und Prüfarztschulungen auf die primärmedizinische Arbeitswelt zugeschnitten werden.
Beschreibung:Publikationsdatum: 14. August 2012 (online)
Gesehen am 17.01.2022
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1439-4421
DOI:10.1055/s-0032-1321742