Erste „Advanced Heart Failure Unit“ am Herzzentrum der Universitätsklinik Heidelberg: Beispiel einer integrierten Versorgungsstruktur zur optimierten Behandlung der terminalen Herzinsuffizienz

Herzinsuffizienz hat eine hohe Prävalenz und gehört zu den häufigsten Krankheitsbildern, mit denen sich ein internistisch tätiger Arzt im stationären und im ambulanten Bereich befasst. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes zählt die ICD-10-Diagnose I50 (Herzinsuffizienz) zur zweit- (Fraue...

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Main Authors: Tschierschke, Ramon (Author) , Katus, Hugo (Author) , Raake, Philip (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 12. März 2013
In: Deutsche medizinische Wochenschrift
Year: 2013, Volume: 138, Issue: 12, Pages: 603-607
ISSN:1439-4413
DOI:10.1055/s-0032-1332996
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/s-0032-1332996
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0032-1332996
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Author Notes:R. Tschierschke, H.A. Katus, P.W.J. Raake
Description
Summary:Herzinsuffizienz hat eine hohe Prävalenz und gehört zu den häufigsten Krankheitsbildern, mit denen sich ein internistisch tätiger Arzt im stationären und im ambulanten Bereich befasst. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes zählt die ICD-10-Diagnose I50 (Herzinsuffizienz) zur zweit- (Frauen) bzw. dritthäufigsten (Männer) Hauptdiagnose bei vollstationären Patienten [25]. Die Gründe sind vielschichtig. Zum einen sei auf die Überalterung der Bevölkerung verwiesen. Auf der anderen Seite hat sich die Versorgung des akuten Myokardinfarktes verbessert. Mehr Patienten überleben das initiale Ereignis, doch bleibt nicht selten eine beträchtliche Myokardnarbe, die letztlich in einer Herzinsuffizienz mündet [19]. Ferner schützt die zunehmende leitliniengerechte Versorgung mit internen Defibrillatorsystemen (ICD-Systemen) vor dem plötzlichen Herztod und ein größerer Teil der Patienten erreicht ein fortgeschrittenes Krankheitsstadium mit schwerer, terminaler Herzinsuffizienz. In diesem Krankheitsstadium betrifft die Herzinsuffizienz auch weitere Organsysteme wie Niere, Leber, Skelettmuskulatur und führt zu einem schweren systemischen Krankheitsbild. Die Komplexität der Behandlung steht also in direktem Verhältnis zur Schwere der Erkrankung und bedarf individueller und innovativer Therapieansätze. Zudem sehen wir einen enormen technischen Fortschritt, der zeitnah diesen schwerkranken Patienten zugänglich gemacht werden sollte. Aus diesen Gründen haben wir am Herzzentrum Heidelberg unter Leitung der Inneren Medizin III eine neue Station, eine Herzinsuffizienz-Wachstation oder „Advanced Heart Failure Unit“, eingerichtet.
Item Description:Gesehen am 14.02.2022
Physical Description:Online Resource
ISSN:1439-4413
DOI:10.1055/s-0032-1332996