Offen-chirurgische Therapie thorakoabdomineller Aortenaneurysmen und chronisch expandierender Aortendissektionen: Analyse perioperativer Prognosefaktoren = Open surgical therapy of thoracoabdominal aortic aneurysms and chronic expanding aortic dissections

Studienziel: Ziel der Studie war es, perioperative Prognosefaktoren für das Kurz- und Langzeitüberleben nach offen-chirurgischer Therapie thorakoabdomineller Aortenaneurysmen (TAAA) und chronisch expandierender Aortendissektionen (CEAD) zu identifizieren. Patienten und Methoden: Zwischen März 199...

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Main Authors: Kotelis, Drosos (Author) , Riemensperger, M. (Author) , Jenetzky, Ekkehart (Author) , Hyhlik-Dürr, Alexander (Author) , Böckler, Dittmar (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 2011
In: Der Chirurg
Year: 2011, Volume: 82, Issue: 8, Pages: 661-669
ISSN:1433-0385
DOI:10.1007/s00104-010-1989-0
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00104-010-1989-0
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Author Notes:D. Kotelis, M. Riemensperger, E. Jenetzky, A. Hyhlik-Dürr, D. Böckler
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Summary:Studienziel: Ziel der Studie war es, perioperative Prognosefaktoren für das Kurz- und Langzeitüberleben nach offen-chirurgischer Therapie thorakoabdomineller Aortenaneurysmen (TAAA) und chronisch expandierender Aortendissektionen (CEAD) zu identifizieren. Patienten und Methoden: Zwischen März 1993 und Dezember 2005 wurden 92 Patienten in unserer Klinik elektiv an einem TAAA oder einer CEAD Typ Stanford B offen-chirurgisch operiert. Eine passive distale Aortenperfusion während der Aortenausklemmung kam bei 36 Patienten (39%) zum Einsatz. Die Akten und die bildgebenden Untersuchungen aller Patienten wurden retrospektiv analysiert. Die Nachuntersuchungen im Rahmen der Verlaufskontrolle beinhalteten Anamneseerhebung, klinische Untersuchung, transabdominelle Sonographie und kontrastmittelgestützte CT- oder MR-Angiographie. Das mediane Follow-up betrug 40 Monate (1–139). Ergebnisse: Für das Gesamtkollektiv betrug die intraoperative, 30-Tage- und Krankenhausmortalitätsrate 2%, 8% und 12%. Die 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit betrug 70%. 43% aller Todesursachen waren kardial bedingt. Die Paraplegierate betrug 10%, die Rate einer neu aufgetreten dauerhaften dialysepflichtigen Niereninsuffizienz 3%. Bei 21% der Patienten bestand die Notwendigkeit zu einer Revision. Es konnten als unabhängige Prädiktoren für die 30-Tage-Mortaltät die Notwendigkeit einer Revision (OR: 8,465; CI: 0,802–89,318; p=0,024) und ein postoperativer Transaminasenanstieg (OR: 1,009; CI: 1,002–1,017; p=0,017) identifiziert werden. Für das Langzeitüberleben wurden als unabhängige negative Prognosefaktoren das Vorbestehen einer PAVK (OR: 4,41; CI:1,672–11,611; p=0,003), das Auftreten einer intraoperativen Komplikation wie disseminierte intravasale Gerinnung und Asystolie (OR: 4,28; CI: 1,128–16,267; p=0,033), ein postoperativer Bilirubinanstieg >2,5 mg/dl (OR: 1,06; CI: 1,009–1,112; p=0,019) sowie eine postoperative Nachbeatmungszeit >7 Tage (OR: 7,79; CI: 2,499–24,246; p<0,0001) identifiziert. Schlussfolgerung: Postoperativ erhöhte Transaminasen sind ein negativer Prognosefaktor. Ein standardisierter Einsatz aktiver Shuntsysteme für die Organperfusion erscheint sinnvoll.
Item Description:Online publiziert: 21. November 2010
Gesehen am 07.07.2022
Physical Description:Online Resource
ISSN:1433-0385
DOI:10.1007/s00104-010-1989-0