Krankenhauseinweisungen aus hausärztlicher Perspektive - eine deskriptive Analyse auf Basis des CONTENT-Morbiditätsregisters = Hospital referrals from the general practitioner's perspective - a descriptive analysis based on the CONTENT morbidity register

Hintergrund: Krankenhauseinweisungen ziehen erhebliche Kosten nach sich. Publikationen zu Krankenhauseinweisungen sind kaum zu finden. Wir beschreiben als Ausgangspunkt für weitere Forschung Charakteristika hausärztlicher Einweisungen und eingewiesener Patienten. Methoden: Im Rahmen des Projekts...

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Main Authors: Kühlein, Thomas (Author) , Laux, Gunter (Author) , Hermann, K. (Author) , Gutscher, A. (Author) , Szecsenyi, Joachim (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 2011
In: Das Gesundheitswesen
Year: 2011, Volume: 73, Issue: 01, Pages: 30-37
ISSN:1439-4421
DOI:10.1055/s-0029-1246176
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/s-0029-1246176
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/s-0029-1246176
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Author Notes:T. Kühlein, G. Laux, K. Hermann, A. Gutscher, J. Szecsenyi
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Summary:Hintergrund: Krankenhauseinweisungen ziehen erhebliche Kosten nach sich. Publikationen zu Krankenhauseinweisungen sind kaum zu finden. Wir beschreiben als Ausgangspunkt für weitere Forschung Charakteristika hausärztlicher Einweisungen und eingewiesener Patienten. Methoden: Im Rahmen des Projekts CONTENT (CONTinuous morbidity registration Epidemiologic NeTwork) wurden über ein modifiziertes Praxisverwaltungsprogramm die Daten aus 23 Hausarztpraxen erfasst. Es wurden die Datensätze aller 49 423 Patienten der Jahreskontaktgruppe 2007 analysiert. Ergebnisse: Etwa 4% der Patienten wurden eingewiesen. Die häufigsten Diagnosen (International Classification of Primary Care) waren: D75 „Bösartige Neubildung Colon/Rektum”, K74 „Ischämische Herzkrankheit mit Angina” und L90 „Arthrose des Knies”. Eingewiesene Patienten wiesen eine höhere Komorbidität (p<0,0001) und höhere Kontaktfrequenzen (p<0,0001) auf. Sie erhielten mehr Medikamente (p<0,0001) und waren signifikant älter (p<0,0001). Schwankungen der Einweisungsraten im Verlauf des Jahres und der Woche, sind im Wesentlichen durch die parallel schwankenden Mengen der Arzt-Patienten-Kontakte erklärbar. Schlussfolgerung: Aus Hausarztpraxen eingewiesene Patienten sind erwartungsgemäß älter und kränker als nicht eingewiesene. Insbesondere Einweisungen zum Ausschluss „abwendbar gefährlicher Verläufe” scheinen hausärztlicherseits beeinflussbar.
Item Description:02. März 2010 (online)
Gesehen am 11.07.2022
Physical Description:Online Resource
ISSN:1439-4421
DOI:10.1055/s-0029-1246176