Moralische Landkarten: Literatur im Wechsel der Bewertungshorizonte

Vor zehn Jahren wurde der internationale Buchmarkt vom Erfolg der Romantrilogie „Fifty Shades of Grey“ überrascht, die zwar weltweit die Bestsellerlisten eroberte, vom Feuilleton aber einhellig als Kitsch auf Groschenromanniveau verurteilt wurde. Das literarische Werk des chinesischen Schriftstelle...

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Bibliographic Details
Main Author: Leypoldt, Günter (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 2022-07-22
In: Ruperto Carola
Year: 2022, Volume: 20, Pages: 88-95
DOI:10.17885/heiup.ruca.2022.20.24589
Online Access:Verlag, kostenfrei, Volltext: https://dx.doi.org/10.17885/heiup.ruca.2022.20.24589
Verlag, kostenfrei, Volltext: https://heiup.uni-heidelberg.de/journals/index.php/rupertocarola/article/view/24589
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Author Notes:Günter Leypoldt
Description
Summary:Vor zehn Jahren wurde der internationale Buchmarkt vom Erfolg der Romantrilogie „Fifty Shades of Grey“ überrascht, die zwar weltweit die Bestsellerlisten eroberte, vom Feuilleton aber einhellig als Kitsch auf Groschenromanniveau verurteilt wurde. Das literarische Werk des chinesischen Schriftstellers Mo Yan, der im selben Jahr mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde, dürfte dagegen der breiten Masse der Leser:innen unbekannt sein. Ursache für dieses Missverhältnis ist der doppelte Charakter literarischer Erfahrung, die zwei unterschiedliche Wertesysteme mit „weichen“ und „harten“ Qualitätskriterien kennt.
Item Description:Gesehen am 26.07.2022
Physical Description:Online Resource
DOI:10.17885/heiup.ruca.2022.20.24589