Manuelle Medizin in Deutschland: Eine deskriptive Analyse

Hintergrund: Manuelle Medizin (MM) ist in Deutschland unter Ärzten eine weit verbreitete Therapieform. Ziel dieser Studie war es, aus versorgungsforscherischer Perspektive eine schulenübergreifende Übersicht über wesentliche Aspekte zur MM zu erhalten. Methoden: Ein selbstkonzipierter Fragebogen...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Steinhäuser, Jost (VerfasserIn) , Oser, Andreas (VerfasserIn) , Götz, Katja (VerfasserIn) , Joos, Stefanie (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2. April 2011
In: Der Orthopäde
Year: 2011, Jahrgang: 40, Heft: 4, Pages: 339-343
ISSN:1433-0431
DOI:10.1007/s00132-011-1750-5
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00132-011-1750-5
Volltext
Verfasserangaben:J. Steinhäuser, A. Oser, K. Götz, S. Joos
Beschreibung
Zusammenfassung:Hintergrund: Manuelle Medizin (MM) ist in Deutschland unter Ärzten eine weit verbreitete Therapieform. Ziel dieser Studie war es, aus versorgungsforscherischer Perspektive eine schulenübergreifende Übersicht über wesentliche Aspekte zur MM zu erhalten. Methoden: Ein selbstkonzipierter Fragebogen wurde nach Pilotierung von April 2009 bis März 2010 ins Internet gestellt. Die Schulen machten ihre Teilnehmer auf unterschiedliche Weise auf die Befragung aufmerksam. Ergebnisse: Insgesamt haben 60 Ärztinnen und 241 Ärzte an der Befragung teilgenommen. Als häufigste Indikation für eine manualmedizinische Behandlung wurde eine Blockierung des Ileosakralgelenks angegeben; 73% gaben an, dass ihrer Erfahrung nach bereits eine einmalige Behandlung Symptome verändert. Dass bei der Therapie mögliche unspezifische Effekte eine mittelmäßige bis große Rolle spielen, gaben 47% der Teilnehmer an. Als Faktoren, die die Durchführung einer MM-Behandlung beeinflussen, wurden insbesondere Zeitdruck und das eigene Wohlbefinden angegeben. Zwischen den unterschiedlichen Schulen und Gebietsärzten konnten keine Unterschiede bzgl. des beobachteten Therapieeffekts und der Notwendigkeit, Patienten wieder einzubestellen, aufgezeigt werden. Schlussfolgerung: Zukünftige Studienansätze können schulenübergreifend geplant werden.
Beschreibung:Gesehen am 21.10.2022
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1433-0431
DOI:10.1007/s00132-011-1750-5