Der Gewalt auf der Spur?: Das Potenzial einer schema-basierten Einbeziehung der Rechtsmedizin in das Ermittlungsverfahren bei Gewaltstraftaten gegen lebende Opfer

KrimZ: Es wird ein Ansatz zur schemabasierten Einbeziehung der Rechtsmedizin in polizeiliche Ermittlungsverfahren bei Gewaltdelikten vorgestellt. Es wird konstatiert, dass aktuell standardisierte Untersuchungen von (über-)lebenden Opfern von Gewalttaten und potenziellen Tätern bzw. Täterinnen feh...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Grasmann, David (Verfasst von)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2022
In: Kriminalistik
Year: 2022, Jahrgang: 76, Heft: 10, Pages: 532-537
ISSN:0023-4699
Schlagworte:
Online-Zugang: Volltext
Verfasserangaben:von David Grasmann
Beschreibung
Zusammenfassung:KrimZ: Es wird ein Ansatz zur schemabasierten Einbeziehung der Rechtsmedizin in polizeiliche Ermittlungsverfahren bei Gewaltdelikten vorgestellt. Es wird konstatiert, dass aktuell standardisierte Untersuchungen von (über-)lebenden Opfern von Gewalttaten und potenziellen Tätern bzw. Täterinnen fehlen. Gemäß §§ 81a, c StPO kann eine körperliche Untersuchung auch ohne die Einwilligung der betroffenen Person(en) durchgeführt werden. Die Rechtsmedizin klassifiziert Verletzungen anhand ihrer Entstehungsursache (z. B. stumpfe Gewalt, scharfe Gewalt) und liefert damit Hinweise zur Rekonstruktion des Tathergangs. Der Ansatz zur schemabasierten Einbeziehung der Rechtsmedizin basiert auf einer kriminalistischen Triage, welche anhand von acht Fragen die Verletzungen der betroffenen Personen in eine vierstufige Kategorie (u. a. keine Vitalzeichen, lebensbedrohliche Verletzungen) einordnet, um zuverlässig Opfer schwerer Gewaltstraftaten zu identifizieren und die Notwendigkeit eines Einbezugs der Rechtsmedizin festzustellen. - (KrimZ)
ISSN:0023-4699