Was ist Religion?: Kulturwissenschaftliche Überlegungen zum Gegenstand der Religionswissenschaft

Die Religionswissenschaft kann sich nicht auf einen gemeinsamen Gegenstand einigen. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass in der bisherigen Diskussion ein konsensfähiges zeitgenössisches Alltagsverständnis von „Religion“ vorausgesetzt wird, das aber unerklärt und unreflektiert blieb. Im...

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Bibliographic Details
Main Author: Bergunder, Michael (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: Berlin de Gruyter 2011
Heidelberg Universitätsbibliothek Heidelberg 2011
DOI:10.11588/heidok.00032829
Online Access:Resolving-System, kostenfrei: https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:16-heidok-328294
Resolving-System, kostenfrei: http://dx.doi.org/10.11588/heidok.00032829
Verlag, kostenfrei, Volltext: http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/32829
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Author Notes:Michael Bergunder
Description
Summary:Die Religionswissenschaft kann sich nicht auf einen gemeinsamen Gegenstand einigen. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass in der bisherigen Diskussion ein konsensfähiges zeitgenössisches Alltagsverständnis von „Religion“ vorausgesetzt wird, das aber unerklärt und unreflektiert blieb. Im Rahmen eines kulturwissenschaftlichen Ansatzes ist es möglich, dieses Alltagsverständnis so zu konzeptualisieren, dass es als historischer Gegenstand der Religionswissenschaft etabliert werden kann. Dazu wird insbesondere auf die theoretischen Ansätze von Ernesto Laclau, Judith Butler und Michel Foucault zurückgegriffen. Die vorgestellten Überlegungen sind unmittelbar anschlussfähig an die postkolonialen Debatten und ermöglichen dadurch zugleich, das Konzept eines „europäischen Religionsbegriffs“ zugunsten eines globalen Verständnisses zu überwinden.
Within the discipline of religious studies there is no consensus about the definition of its object. However, a closer look at former scholarly discussions shows the existence of a contemporary understanding of “religion” that might be widely agreeable, though, so far, it has received scant reflection. From a cultural studies perspective, it can be understood as the previously undeclared, historical object of religious studies. Moreover, this approach opens a link to postcolonial debates and can overcome the notion of a “European concept of religion” in favour of a more global perception of “religion”.
Item Description:In: Zeitschrift für Religionswissenschaft, 19 (2011), Nr. 1-2. pp. 3-55. ISSN 0943-8610 (Druck-Ausg.); 2194-508X (Online-Ausg.)
Physical Description:Online Resource
DOI:10.11588/heidok.00032829