Aus Ruinen: archäologische Forschungen in Ninive

Als im Jahr 612 v. Chr. die Stadt Ninive, eine der größten Metropolen des Altertums, zerstört wurde, ging mit ihr das assyrische Weltreich zugrunde. Nachdem im Jahr 2014 die Truppen des sogenannten Islamischen Staats (IS) die nordirakische Stadt Mosul erobert hatten, sprengten sie die berühmte Mo...

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Main Author: Maul, Stefan M. (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 2023-03-06
In: Ruperto Carola
Year: 2023, Volume: 21, Pages: 16-25
DOI:10.17885/heiup.ruca.2023.21.24730
Online Access:Verlag, kostenfrei, Volltext: https://dx.doi.org/10.17885/heiup.ruca.2023.21.24730
Verlag, kostenfrei, Volltext: https://heiup.uni-heidelberg.de/journals/index.php/rupertocarola/article/view/24730
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Author Notes:Stefan Maul
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Summary:Als im Jahr 612 v. Chr. die Stadt Ninive, eine der größten Metropolen des Altertums, zerstört wurde, ging mit ihr das assyrische Weltreich zugrunde. Nachdem im Jahr 2014 die Truppen des sogenannten Islamischen Staats (IS) die nordirakische Stadt Mosul erobert hatten, sprengten sie die berühmte Moschee mit dem Grab des Propheten Jonas. Dabei kamen die Ruinen eines riesigen assyrischen Königspalastes zum Vorschein, der einst mitten im Stadtgebiet Ninives gelegen war. Bis 2017 raubte man diese Fundstätte systematisch aus. 2018 bat der irakische Staat um Hilfe bei der Schadensbegrenzung; seitdem führt ein Heidelberger Team von Assyriologen und Vorderasiatischen Archäologen Ausgrabungen durch und entwickelt gemeinsam mit irakischen Kollegen und Behörden Konzepte, wie das bedeutende vorislamische Kulturerbe gesichert, präsentiert und nachhaltig geschützt werden kann - als Zeichen eines Neuanfangs und eines eindrucksvollen Kulturkontinuums.
Item Description:Gesehen am 27.03.2023
Physical Description:Online Resource
DOI:10.17885/heiup.ruca.2023.21.24730