Erziehung zum Hass: die Militarisierung der Kindheit in Belarus

Als Reaktion auf die in hohem Maße von jungen Menschen getragenen Massenproteste gegen das Lukašenka-Regime 2020/2021 verordnete der Autokrat dem belarussischen Bildungssystem einen „Neustart“ unter „militärpatriotischen“ Vorzeichen. Staatliche Institutionen impfen den Kindern eine Ideologie ein,...

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Saal, Yuliya von (Verfasst von)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2022
In: Osteuropa
Year: 2022, Jahrgang: 72, Heft: 12, Pages: 127-142
ISSN:2509-3444
DOI:10.35998/oe-2022-217
Schlagworte:
Online-Zugang:Resolving-System, lizenzpflichtig: https://doi.org/10.35998/oe-2022-217
Verlag, Volltext, lizenzpflichtig, Volltext: https://www.jstor.org/stable/27363894
Volltext
Verfasserangaben:Yuliya von Saal
Beschreibung
Zusammenfassung:Als Reaktion auf die in hohem Maße von jungen Menschen getragenen Massenproteste gegen das Lukašenka-Regime 2020/2021 verordnete der Autokrat dem belarussischen Bildungssystem einen „Neustart“ unter „militärpatriotischen“ Vorzeichen. Staatliche Institutionen impfen den Kindern eine Ideologie ein, die unter dem Deckmantel der „Heimattreue“ zum Hass gegen innere und äußere „Feinde“ anstachelt. Im Rückgriff auf Vorbilder aus der Sowjetunion und Russland werden jugendliche „Verteidiger des Vaterlandes“ herangezogen. In vormilitärischem Unterricht, „militärpatriotischen Klubs“ und Ferienlagern führen die Sicherheitsorgane Schulkinder mit dem Versprechen von Abenteuer und Gemeinschaft an den Militärdienst heran und suchen sie durch Indoktrination, Drill und Einschüchterung zu loyalen, gefügigen Untergebenen zu formen.
Beschreibung:Gesehen am 18.02.2026
Literaturangaben
Beschreibung:Online Resource
ISSN:2509-3444
DOI:10.35998/oe-2022-217