Die lateinische Sprache in der Musik des 20. Jahrhunderts am Beispiel von Luigi Dallapiccolas "Canti di Prigionia": Michael von Albrecht zum 60. Geburtstag

Die lateinische Sprache hat sich, mehr als in Kirche, Schule und Universität, vor allem in Verbindung mit der Musik eine Lebenskraft bewahrt, die sich beim Musikhörer und -ausübenden zwar primär durch die assoziative Bindung an das Latein als liturgische Sprache legitimiert zeigt, nichtsdestowen...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Schubert, Werner (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: [1993]
In: International journal of musicology
Year: 1993, Jahrgang: 2, Pages: 397-423
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://www.jstor.org/stable/24617993
Volltext
Verfasserangaben:Werner Schubert
Beschreibung
Zusammenfassung:Die lateinische Sprache hat sich, mehr als in Kirche, Schule und Universität, vor allem in Verbindung mit der Musik eine Lebenskraft bewahrt, die sich beim Musikhörer und -ausübenden zwar primär durch die assoziative Bindung an das Latein als liturgische Sprache legitimiert zeigt, nichtsdestoweniger gerade im 20. Jahrhundert zu einer Erweiterung des Kanons durch Einbeziehung bisher nicht verwendeter bzw. eigens geschaffener lateinischer Texte geführt hat. Es scheint notwendig, die Klassischen Philologen und die Musiker bzw. Musikwissenschaftler auf diese Verbindung von Musik und Latein von Fall zu Fall aufmerksam zu machen; denn beide nehmen diesen Themenkomplex nur mit Beschränkungen wahr. Dallapiccola erscheint mir, was die Textwahl, die Textbehandlung sowie die Verflechtung von eigentlichem Text und musikalisch jeweils assoziiertem und zitiertem, nicht jedoch verbalisiertem Text (des Dies irae) in seinen Canti di prigionia betrifft, für den kreativen Umgang mit der lateinischen Sprache im Rahmen einer Komposition repräsentativ.
Beschreibung:Gesehen am 19.07.2023
Elektronische Reproduktion der Druckausgabe
Beschreibung:Online Resource