Der Wandel des Spektrums uteruserhaltender Myomoperationen unter Einbeziehung von Endoskopie und dualer Myomtherapie

Fragestellung: An einem Kollektiv von 300 Patientinnen der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg wurde ein Managementschema zur uteruserhaltenden Myomtherapie unter Einbeziehung endoskopischer Techniken erarbeitet. Methode: Trotz des Wunsches nach Uteruserhalt musste bei 12 Patientinnen (abgeschloss...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Wallwiener, Diethelm (VerfasserIn) , Aydeniz, Babür (VerfasserIn) , Rimbach, Stefan (VerfasserIn) , Diel, Ingo J. (VerfasserIn) , Grischke, Eva-Maria (VerfasserIn) , Rabe, Thomas (VerfasserIn) , Bastert, Gunther (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1996
In: Gynäkologisch-geburtshilfliche Rundschau
Year: 1996, Jahrgang: 36, Heft: 3, Pages: 118-132
ISSN:1423-0011
DOI:10.1159/000272638
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1159/000272638
Volltext
Verfasserangaben:D. Wallwiener, B. Aydeniz, S. Rimbach, I.J. Diel, E.M. Grischke, T. Rabe, G. Bastert
Beschreibung
Zusammenfassung:Fragestellung: An einem Kollektiv von 300 Patientinnen der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg wurde ein Managementschema zur uteruserhaltenden Myomtherapie unter Einbeziehung endoskopischer Techniken erarbeitet. Methode: Trotz des Wunsches nach Uteruserhalt musste bei 12 Patientinnen (abgeschlossene Familienplanung, therapieresistente Sterilität, fehlender Kinderwunsch) bei exzessiver Uterusgrösse (20.-24. SSW) bzw. degeneriertem intramuralem Myom bei nicht ausgeschlossenem Sarkom eine primäre Hysterektomie durchgeführt werden. Insgesamt wurden 37,9% der Patientinnen konventionell, 42% per Laparoskopie und 20,1% per Hysteroskopie operiert. Zur Objektivierung der Rolle einer Vorbehandlung mit GnRH-Analoga (GnRHa; n = 128 Patientinnen mit vs. 160 ohne GnRHa) wurden zusätzlich als Prüfparameter primäre Laparotomierate, Umschalterate, sekundäre Hysterektomierate, intraoperative Blutungen, Menge des Distensionsmediums sowie die Anzahl der Wiederholungseingriffe untersucht. Ergebnisse: Bezüglich der Wertigkeit der GnRHa-Therapie fanden sich in der Laparoskopiegruppe keine signifikanten Unterschiede zwischen Studien- und Kontrollkollektiv. In der hysteroskopischen Gruppe waren die Unterschiede bezüglich Umschalterate (13,3 vs. 7%), Operationszeit (35 vs. 21,9 min), verstärkter intraoperativer Blutungen (33,3 vs. 9,3%), Menge des verbrauchten Distensionsmediums (Unterschied 2,1 Liter) und Wiederholungseingriffen (40,0 vs. 16,3%) zwischen Studien- und Kontrollgruppe signifíkant. Ebenfalls war die Rate der primären Laparotomien in der GnRHa-Gruppe signifíkant niedriger (31,2 vs. 43,1%). Schlussfolgerung: Hinsichtlich des therapeutischen Managements steht die Frage im Vordergrund, wann überhaupt invasiv vorgegangen werden sollte. Die zweite Frage muss sein, welcher Zugangsweg sinnvoll ist. Die Entscheidung zur präoperativen GnRHa-Therapie muss ebenfalls individuell erfolgen, gerade bei konventionellen bzw. laparoskopischen Myomenukleationen. Obligatorisch ist die präoperative GnRHa-Therapie vor hysteroskopischen Operationen submuköser Myome.
Beschreibung:Elektronische Reproduktion der Druck-Ausgabe 23. Dezember 2009
Gesehen am 27.02.2024
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1423-0011
DOI:10.1159/000272638