Myeloische/lymphatische Neoplasien mit Eosinophilie und Tyrosinkinase-Fusionsgenen
Myeloische/lymphatische Neoplasien mit Eosinophilie und Tyrosinkinase-Fusionsgenen (MLN-TK) umfassen hämatologische Neoplasien mit Rearrangierungen/Fusionsgenen der Tryosinkinasen PDGFRA (z.B. FIP1L1::PDGFRA), PDGFRB (z.B. ETV6::PDGFRB), FGFR1 (z.B. ZMYM2::FGFR1), JAK2 (z.B. PCM1::JAK2), ABL1 (z.B....
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| Main Authors: | , , |
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| Format: | Article (Journal) |
| Language: | German |
| Published: |
April 2023
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| In: |
Die Onkologie
Year: 2023, Volume: 29, Issue: 4, Pages: 329-338 |
| ISSN: | 2731-7234 |
| DOI: | 10.1007/s00761-023-01305-0 |
| Online Access: | Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00761-023-01305-0 |
| Author Notes: | Georgia Metzgeroth, Philipp Ströbel, Andreas Reiter |
| Summary: | Myeloische/lymphatische Neoplasien mit Eosinophilie und Tyrosinkinase-Fusionsgenen (MLN-TK) umfassen hämatologische Neoplasien mit Rearrangierungen/Fusionsgenen der Tryosinkinasen PDGFRA (z.B. FIP1L1::PDGFRA), PDGFRB (z.B. ETV6::PDGFRB), FGFR1 (z.B. ZMYM2::FGFR1), JAK2 (z.B. PCM1::JAK2), ABL1 (z.B. ETV6::ABL1) und sehr selten FLT3 (z.B. ETV6::FLT3). Die mitunter komplexe Diagnostik erfordert nahezu alle gängigen molekulargenetischen Technologien einschließlich spezifische RT-PCR(„reverse-transcriptase-polymerase chain reaction“)- und FISH(„fluorescence in-situ hybridization“)-Analysen sowie konventionelle Zytogenetik und NGS („next generation sequencing“). Klinisch sind diese Entitäten in unterschiedlicher Häufigkeit mit einer zugrundeliegenden myeloischen Neoplasie und einer initialen oder sich im Verlauf entwickelnden myeloischen oder lymphatischen Blastenphase im Knochenmark oder extramedullär charakterisiert. Während eine Eosinophilie konstant bei >90-95% der Patienten mit FIP1L1::PDGFRA- und ETV6::ABL1-Fusionsgenen vorliegt, kann sie bei anderen Subtypen fehlen. Eine Eosinophilie >1,5× 109/l ist unabhängig vom Subtyp relativ häufig mit einer Monozytose >1× 109/l assoziiert. Die Prognose von MLN mit PDGFRA/-B-Fusionsgenen ist durch das exzellente Ansprechen auf den Tyrosinkinaseinhibitor (TKI) Imatinib mit langjährigen kompletten hämatologischen und molekularen Remissionen auch in Blastenphase gekennzeichnet. Über das mögliche Absetzen und therapiefreie Remissionen ist inzwischen berichtet worden. Im Gegensatz dazu sind MLN mit FGFR1-, JAK2-, ABL1- und FLT3-Fusionsgenen durch eine häufige primäre Blastenphase oder einen raschen Übergang in eine sekundäre Blastenphase und ein meist ungenügendes Ansprechen auf die verfügbaren therapeutischen Optionen und einer dann schlechten Prognose assoziiert. Neue TKI mit und ohne nachfolgende allogene Stammzelltransplantation sind vielversprechend. |
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| Item Description: | Online veröffentlicht: 10. Februar 2023 Gesehen am 21.03.2024 |
| Physical Description: | Online Resource |
| ISSN: | 2731-7234 |
| DOI: | 10.1007/s00761-023-01305-0 |