Endothelzellverlust bei phaken Intraokularlinsen = Endothelial cell loss in patients with phakic intraocular lenses

Obwohl die Sicherheit der phaken Intraokularlinsen (pIOLs) über eine bereits 70-jährige Entwicklungsgeschichte kontinuierlich verbessert wurde, können hohe Endothelzellverluste auch bei den aktuellen pIOL-Modellen auftreten. Die Studienergebnisse zeigen, dass die Entfernung einer pIOL zum Hornhau...

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Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Naujokaitis, Tadas (VerfasserIn) , Auffarth, Gerd U. (VerfasserIn) , Łabuz, Grzegorz (VerfasserIn) , Khoramnia, Ramin (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 19. Januar 2024
In: Klinische Monatsblätter für Augenheilkunde
Year: 2024, Jahrgang: 241, Heft: 8, Pages: 923-943
ISSN:1439-3999
DOI:10.1055/a-2209-5251
Online-Zugang:Resolving-System, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/a-2209-5251
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/a-2209-5251
Volltext
Verfasserangaben:Autoren: Tadas Naujokaitis, Gerd U. Auffarth, Grzegorz Łabuz, Ramin Khoramnia
Beschreibung
Zusammenfassung:Obwohl die Sicherheit der phaken Intraokularlinsen (pIOLs) über eine bereits 70-jährige Entwicklungsgeschichte kontinuierlich verbessert wurde, können hohe Endothelzellverluste auch bei den aktuellen pIOL-Modellen auftreten. Die Studienergebnisse zeigen, dass die Entfernung einer pIOL zum Hornhautendothel eine entscheidende Rolle beim Endothelzellverlust spielt. Allein deswegen werden bei den Vorderkammerlinsen tendenziell höhere Endothelzellverluste beobachtet als bei den Hinterkammerlinsen. Eine ausreichende präoperative Vorderkammertiefe ist essenziell, zumindest bei den irisfixierten pIOLs, um eine sichere Distanz zum Endothel zu gewährleisten. Die Vorderkammer wird jedoch mit zunehmendem Alter flacher und es kann deswegen sinnvoll sein, das Patientenalter bei den Sicherheitskriterien mitzuberücksichtigen. Obwohl der Endothelzellverlust bei den aktuellen pIOL-Modellen i. d. R. gering ist, sind regelmäßige Kontrollen mit Messung der Endothelzelldichte aufgrund großer interindividueller Unterschiede bei den Patienten mit pIOLs nach wie vor unverzichtbar. Falls ein höherer Endothelzellverlust beobachtet wird als erwartet und die nachfolgenden Kontrollen die Tendenz bestätigen, soll die pIOL rechtzeitig explantiert werden. Hierbei ist die Endothelreserve individuell zu betrachten, indem man das Patientenalter, den physiologischen Endothelzellverlust sowie den Verlust durch weitere Operationen berücksichtigen sollte. Bei einer sorgfältigen Indikationsstellung und einer langfristigen Patientenbetreuung stellen die pIOLs nach wie vor eine sichere Behandlungsoption dar.
Beschreibung:Artikel online veröffentlicht: 19. Januar 2024
Gesehen am 04.06.2024
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1439-3999
DOI:10.1055/a-2209-5251