Update zur ESC-Leitlinie Kardioonkologie: neue Ansätze zur Bewältigung kardiovaskulärer Risiken bei Krebspatienten

Die kardioonkologische Leitlinie, veröffentlicht in Zusammenarbeit mit der EHA (Europäische Gesellschaft für Hämatologie), der ESTRO (Europäische Gesellschaft für therapeutische Radiologie und Onkologie) und der ESC (Europäische Gesellschaft für Kardiologie), bietet 272 Empfehlungen zur Risi...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Romann, Sebastian W. (VerfasserIn) , Frey, Norbert (VerfasserIn) , Lehmann, Lorenz (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 23. Mai 2024
In: Deutsche medizinische Wochenschrift
Year: 2024, Jahrgang: 149, Heft: 12, Pages: 719-723
ISSN:1439-4413
DOI:10.1055/a-2104-6363
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/a-2104-6363
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/a-2104-6363
Volltext
Verfasserangaben:Autorinnen/Autoren: Sebastian Welf Romann, Norbert Frey, Lorenz Lehmann
Beschreibung
Zusammenfassung:Die kardioonkologische Leitlinie, veröffentlicht in Zusammenarbeit mit der EHA (Europäische Gesellschaft für Hämatologie), der ESTRO (Europäische Gesellschaft für therapeutische Radiologie und Onkologie) und der ESC (Europäische Gesellschaft für Kardiologie), bietet 272 Empfehlungen zur Risikostratifizierung vor Therapiebeginn, zum Monitoring während der Therapie und zur Behandlung therapieassoziierter kardiovaskulärer Nebenwirkungen. Risikostratifizierung: Bei allen onkologischen Patienten soll vor Beginn einer neuen Systemtherapie eine Risiko-Einordnung durchgeführt werden. Anhand dieser staffelt sich die Empfehlung zur weiteren kardiologischen Betreuung während der Chemotherapie. Individualisierte Strategien In einzelnen Bereichen, bspw. bei Immun-Checkpoint-Inhibitoren oder zur möglichen protektiven Wirkung von Statinen bei Anthrazyklin-Therapie, gibt es neuere Daten, die noch nicht in der Guideline berücksichtigt werden konnten. Protektion und Behandlung toxischer Nebenwirkungen. Generell sollte bei moderater oder schwerer Kardiotoxizität eine Unterbrechung oder ein Abbruch der Therapie erwogen werden. Gegebenenfalls kann die Hinzunahme eines ACE-Blockers, Angiotensin-Rezeptor-Blockers oder eines Betablockers erwogen werden. Echokardiografische Parameter Die Leitlinie empfiehlt die Parameter LVEF und GLS, doch muss eine Therapieentscheidung, basierend auf dem GLS allein, nach aktueller Datenlage abgelehnt werden.Praktische Umsetzung. Die Leitlinie betont die Bedeutung interdisziplinärer Betreuung zwischen Onkologen und Kardiologen.Wie geht es weiter in der Kardioonkologie? Eine weitere Individualisierung der kardioonkologischen Therapie ist wünschenswert und sollte das Ziel sein. KI-gestützte Systeme sollten weiterentwickelt und etabliert werden.
Beschreibung:Gesehen am 26.06.2024
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1439-4413
DOI:10.1055/a-2104-6363