Sexuelle Skripte

<p>Der Triebbegriff der psychoanalytisch orientierten Sexualwissenschaft läßt sich nur im Spannungsfeld sexueller Unterdrückung verstehen. Dieses Unterdrückungsparadigma der Sexualtheorie ist heute in den Hintergrund gerückt und hat die Sexualwissenschaft in eine "interparadigmatische...

Ausführliche Beschreibung

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Clement, Ulrich (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 1994
In: Familiendynamik
Year: 1994, Jahrgang: 19, Heft: 3, Pages: 252-265
ISSN:2510-4195
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://elibrary.klett-cotta.de/article/99.120115/fd-19-3-252
Volltext
Verfasserangaben:Ulrich Clement
Beschreibung
Zusammenfassung:<p>Der Triebbegriff der psychoanalytisch orientierten Sexualwissenschaft läßt sich nur im Spannungsfeld sexueller Unterdrückung verstehen. Dieses Unterdrückungsparadigma der Sexualtheorie ist heute in den Hintergrund gerückt und hat die Sexualwissenschaft in eine "interparadigmatische" Situation gebracht, in der auch konstruktivistische Ansätze diskutiert werden. Die vorliegende Arbeit verbindet Skripttheorie mit systemischen Überlegungen und schlägt ein Modell vor, demzufolge sexueller Skriptentwurf, Skriptinszenierung und Skriptkonsequenz zirkulär miteinander rückgekoppelt sind. Über diese selbstrekursiven Verbindungen bildet sich sexuelle Identität. Erregung wird als sexualisierte Angstlust verstanden, die dann entsteht, wenn in einer sexuellen Interaktion Vertrautheit verbunden wird mit Fremdheit und Unberechenbarkeiten der Skriptinszenierung. Diese Überlegungen werden auf die Ätiologie der sexuellen Inappetenz angewendet.</p>
Beschreibung:Gesehen am 23.07.2024
Beschreibung:Online Resource
ISSN:2510-4195