Diagnostik und Behandlung alkoholbezogener Störungen: Versorgerbefragung zur Erarbeitung von Strategien der Leitlinienimplementierung = Diagnosis and treatment of alcohol-related disorders
Ziel der Studie Die Art und Häufigkeit durchgeführter Diagnostik, Kurzintervention und Behandlung bei PatientInnen mit bekanntem problematischen Alkoholkonsum und Alkoholkonsumstörungen durch Berufsgruppen der Gesundheitsversorgung soll erfasst werden. Diese Informationen dienen der Bedarfsabscha...
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| Main Authors: | , , , , , , , , , , , |
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| Format: | Article (Journal) |
| Language: | German |
| Published: |
2021
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| In: |
Suchttherapie
Year: 2021, Volume: 22, Issue: 3, Pages: 141-151 |
| ISSN: | 1439-989X |
| DOI: | 10.1055/a-1265-4687 |
| Online Access: | Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/a-1265-4687 Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/a-1265-4687 |
| Author Notes: | Ulrich Frischknecht, Sabine Hoffmann, Alisa Steinhauser, Christina Lindemann, Angela Buchholz, Jakob Manthey, Bernd Schulte, Jürgen Rehm, Ludwig Kraus, Uwe Verthein, Jens Reimer, Falk Kiefer |
| Summary: | Ziel der Studie Die Art und Häufigkeit durchgeführter Diagnostik, Kurzintervention und Behandlung bei PatientInnen mit bekanntem problematischen Alkoholkonsum und Alkoholkonsumstörungen durch Berufsgruppen der Gesundheitsversorgung soll erfasst werden. Diese Informationen dienen der Bedarfsabschätzung zur Entwicklung von Strategien zur weiteren Implementierung der S3-Leitlinie „Screening, Diagnose und Behandlung alkoholbezogener Störungen“. - - Methodik Schriftliche Befragung von FachärztInnen (hausärztlich allgemeinmedizinisch/internistische, gynäkologische, psychiatrische, pädiatrische, Kinder- und jugendpsychiatrische), PsychotherapeutInnen, SozialarbeiterInnen und Hebammen/Entbindungspflegern in einer Querschnittsstudie in der Modellregion Bremen. - - Ergebnisse 34% der PatientInnen mit bekanntem problematischen Alkoholkonsum erhielten eine leitlinienkonforme Diagnostik, 39% eine spezifische Kurzintervention. Von den PatientInnen mit diagnostizierter alkoholbezogener Störung wurde bei 34% eine spezifische Behandlung in eigener Praxis durchgeführt und bei 37% eine Weiterbehandlung anderswo empfohlen. Validierte Instrumente zur Diagnostik alkoholbezogener Störungen fanden selten Anwendung. Kurzinterventionen beinhalteten meist informelle motivierende Gespräche. Als Postakutbehandlungen wurden überwiegend Suchtberatungen und Selbsthilfe und nur selten pharmakologische Rückfallprophylaxe durchgeführt. - - Schlussfolgerungen Die Umsetzung strukturierter Diagnostik und Kurzinterventionen, sowie die zielgerichtete Empfehlung pharmakologischer Rückfallprophylaxe und ambulanter Angebote ist für eine leitliniengerechte Versorgung unzureichend. Sie sollten daher Gegenstand von Strategien zur weiteren Leitlinienimplementierung sein. |
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| Item Description: | Artikel online veröffentlicht: 22. Oktober 2020 Gesehen am 21.08.2024 |
| Physical Description: | Online Resource |
| ISSN: | 1439-989X |
| DOI: | 10.1055/a-1265-4687 |