Postoperative Schmerzen nach ambulanten Operationen an der Hand und am Handgelenk = Postoperative pain level following surgery of the hand and wrist in the ambulatory setting

Hintergrund Handchirurgische Operationen werden im besonderen Maße zunehmend in den ambulanten Sektor gedrängt. Die postoperative Schmerzmittelversorgung orientiert sich empirisch an der Schmerzhaftigkeit einzelner Eingriffe, ohne dass diese systematisch untersucht worden wäre. Patienten und Metho...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Löw, Steffen (VerfasserIn) , Dervis, Öznur (VerfasserIn) , Kiesel, Sebastian (VerfasserIn) , Erne, Holger (VerfasserIn) , Spies, Christian (VerfasserIn) , Unglaub, Frank (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Februar 2025
In: Handchirurgie, Mikrochirurgie, plastische Chirurgie
Year: 2025, Jahrgang: 57, Heft: 01, Pages: 23-31
ISSN:1439-3980
DOI:10.1055/a-2436-9471
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/a-2436-9471
Volltext
Verfasserangaben:Autorinnen/Autoren: Steffen Löw, Öznur Dervis, Sebastian Kiesel, Holger C. Erne, Christian Karl Spies, Frank Unglaub
Beschreibung
Zusammenfassung:Hintergrund Handchirurgische Operationen werden im besonderen Maße zunehmend in den ambulanten Sektor gedrängt. Die postoperative Schmerzmittelversorgung orientiert sich empirisch an der Schmerzhaftigkeit einzelner Eingriffe, ohne dass diese systematisch untersucht worden wäre. Patienten und Methoden Die postoperative Schmerzhaftigkeit (visuelle Analogskala) von 722 Operationen an Hand- und Handgelenk (01.07.2021 bis 30.06.2023) wurde bis Tag 5 erfasst. Die Analgetikagabe erfolgte empirisch und nach dem WHO-Stufenschema. Primärer Endpunkt waren Schmerzen nach Gelenk- oder Knochenoperationen an Tag 1 verglichen mit Weichteil-, endoskopischen Eingriffen oder Materialentfernungen. Sekundäre Endpunkte waren Schmerzen in Abhängigkeit von Geschlecht, Alter, Operationsdauer und vorheriger Schmerzmitteleinnahme. Ergebnisse Operationen an Knochen und Gelenken gingen mit signifikant (p<0,001) stärkeren Schmerzen (5,42±2,8) einher als andere Operationen (3,47±2,6). Weibliches Geschlecht (p=0,001), längere Operationsdauer (R>0,2) und jüngeres Alter (R>0,2) korrelierten schwach mit stärkeren Schmerzen, während vorherige Opioideinnahme mäßig mit erhöhtem Opioidbedarf (R=0,34) postoperativ einhergingen. Insgesamt verringerten sich die Schmerzen vom Operationsabend (4,4±2,8) bis Tag 5 (3,7±2,7; 2,8±2,4; 2,1±2,1; 1,6±1,9; 1,3±1,7) jeweils täglich. Schlussfolgerung Die Daten geben eine wissenschaftlich fundierte Orientierung für die Schmerzmittelversorgung bei ambulanten Operationen an Hand oder Handgelenk. Dabei muss die teils breite Streuung des Schmerzempfindens auch bei vermeintlich kleinen Operationen beachtet werden.
Beschreibung:Artikel online veröffentlicht: 13. November 2024
Gesehen am 29.04.2025
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1439-3980
DOI:10.1055/a-2436-9471