"Halb zog sie ihn, halb sank er hin…": Spannungsverhältnisse bei Hautplastiken

Die chirurgische Forderung nach spannungsfreiem Wundverschluß wurde bei verschiedenen dermatologischen Wundverschlußverfahren überprüft. Mit einer sterilisierbaren Präzisionsfederwaage wurden die zu verschiebenden Wundränder bei unterschiedlichen Arten von Defektverschlüssen nach Tumorexzisione...

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Bibliographic Details
Main Authors: Krahl, Dieter (Author) , Kohl, Peter (Author) , Hartschuh, Wolfgang (Author)
Format: Chapter/Article Conference Paper
Language:German
Published: 1995
In: Operative und konservative Dermato-Onkologie
Year: 1995, Pages: 74-78
Online Access: Get full text
Author Notes:D. Krahl, P.K. Kohl, W. Hartschuh
Description
Summary:Die chirurgische Forderung nach spannungsfreiem Wundverschluß wurde bei verschiedenen dermatologischen Wundverschlußverfahren überprüft. Mit einer sterilisierbaren Präzisionsfederwaage wurden die zu verschiebenden Wundränder bei unterschiedlichen Arten von Defektverschlüssen nach Tumorexzisionen unter Verlagerung in die Position bei Wundverschluß auf die entstehende Spannung hin untersucht. Im einzelnen wurden 5 Dehnungsplastiken, 2 U-Lappen, 4 subkutan gestielte Lappen, 3 Rotationslappen und 2 Transpositionslappen einbezogen. Spannungen zwischen 700 und über 1 000 mp traten bei GewebeverSchiebungen mit überwiegend longitudinalem Spannungsvektor (Dehnungsplastik, U-Lappen, subkutan gestielter Lappen) auf. Bei Gewebeverschiebungen im Sinne einer Kreissektorbewegung (Rotationslappen, Transpositionslappen) waren die erforderlichen Spannungen mit 300-500 mp geringer. Offensichtlich ist die Forderung nach spannungsfreiem Wundverschluß unrealistisch und sollte durch die erfüllbare Forderung einer möglichst geringen Spannung ersetzt werden. Möglichkeiten, über vorliegende semiquantitative Aussagen zu verfeinerten Ergebnissen zu kommen, sind an speziell angepaßte Meßapparaturen gebunden. Die Berücksichtigung von zu erwartender Spannung bei Wundverschlüssen kann helfen, Komplikationen wie Lappenspitzenne- krosen, Dehiszenzen oder hypertrophische Narben zu vermeiden.
Item Description:Elektronische Reproduktion der Druck-Ausgabe 12. März 2013
Gesehen am 22.07.2025
Physical Description:Online Resource
ISBN:9783642793363