Die Bidirektionale Beziehung zwischen chronischem Schmerz und traumatischen Lebensereignissen: Mechanismen und therapeutische Implikationen

Chronischer Schmerz und psychische Traumafolgestörungen weisen eine enge bidirektionale Beziehung auf, die oft zu intensiverem Leid und höherer Beeinträchtigung bei den Betroffenen führt. Dieser Artikel beleuchtet die komplexen Wechselwirkungen zwischen chronischem Schmerz, belastenden Kindheits...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Hermes, Michelle (VerfasserIn) , Wieland, Sebastian (VerfasserIn) , Tesarz, Jonas (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 22 May 2025
In: Der Schmerz
Year: 2025, Pages: 1-10
ISSN:1432-2129
DOI:10.1007/s00482-025-00883-9
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00482-025-00883-9
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://link.springer.com/article/10.1007/s00482-025-00883-9
Volltext
Verfasserangaben:Michelle Hermes, Sebastian Wieland, Jonas Tesarz
Beschreibung
Zusammenfassung:Chronischer Schmerz und psychische Traumafolgestörungen weisen eine enge bidirektionale Beziehung auf, die oft zu intensiverem Leid und höherer Beeinträchtigung bei den Betroffenen führt. Dieser Artikel beleuchtet die komplexen Wechselwirkungen zwischen chronischem Schmerz, belastenden Kindheitserlebnissen und traumatischen Erfahrungen sowie die zugrunde liegenden neurobiologischen, neuroimmunologischen und psychosozialen Mechanismen. Frühkindliche Traumata, wie Missbrauch oder Vernachlässigung, treffen die Betroffenen in besonders vulnerablen Entwicklungsphasen und verursachen anhaltende Veränderungen auf verschiedenen Ebenen. Die Exposition gegenüber traumatischen Ereignissen beeinflusst die Schmerzwahrnehmung in vielfältiger Weise. Einerseits ist das Risiko einer Chronifizierung von Schmerzen erhöht, andererseits kann eine psychische Traumatisierung zu einer Verstärkung der Schmerzintensität und des schmerzbedingten Leidensdrucks beitragen. Therapeutisch sind traumafokussierte Interventionen, die auf die Beruhigung des hyperaktiven Bedrohungssystems und die Stärkung des hypoaktiven Beruhigungssystems abzielen, essenziell. Der Artikel diskutiert evidenzbasierte Modelle der Schmerz-Trauma-Interaktion und stellt therapeutische Ansätze wie Eye Movement Desensitization Reprocessing (EMDR), Emotional Awareness and Expression Therapy (EAET) und psychodynamische Verfahren vor, die in der Behandlung von Trauma-assoziierten chronischen Schmerzen vielversprechend sind.
Beschreibung:Gesehen am 01.09.2025
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1432-2129
DOI:10.1007/s00482-025-00883-9