Korneale allogene intrastromale Ringsegmente

Hintergrund: Korneale allogene intrastromale Ringsegmente (CAIRS) sind eine neuartige, minimalinvasive Therapieoption des Keratokonus. Sie bieten durch die Verwendung von allogenem Gewebe eine höhere Biokompatibilität und Individualisierbarkeit im Vergleich zu synthetischen intrakornealen Ringsegm...

Ausführliche Beschreibung

Gespeichert in:
Bibliographische Detailangaben
Hauptverfasser: Son, Hyeck Soo (VerfasserIn) , Hüfner, Laura (VerfasserIn) , Auffarth, Gerd U. (VerfasserIn) , Friedrich, Maximilian (VerfasserIn) , Augustin, Victor A. (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2026
In: Die Ophthalmologie
Year: 2026, Jahrgang: 123, Heft: 2, Pages: 111-117
ISSN:2731-7218
DOI:10.1007/s00347-025-02355-y
Online-Zugang:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1007/s00347-025-02355-y
Volltext
Verfasserangaben:Hyeck-Soo Son, Laura Hüfner, Gerd U. Auffarth, Maximilian Friedrich, Victor A. Augustin
Beschreibung
Zusammenfassung:Hintergrund: Korneale allogene intrastromale Ringsegmente (CAIRS) sind eine neuartige, minimalinvasive Therapieoption des Keratokonus. Sie bieten durch die Verwendung von allogenem Gewebe eine höhere Biokompatibilität und Individualisierbarkeit im Vergleich zu synthetischen intrakornealen Ringsegmenten (ICRS). Ziel ist die Regularisierung der Hornhautkrümmung und Verbesserung der Sehschärfe bei möglichst geringer Komplikationsrate. Fragestellung: Ziel dieser Übersichtsarbeit ist es, den aktuellen Stand zur Wirksamkeit, Sicherheit, Patientenselektion, Transplantatgewinnung und Nomogrammentwicklung bei CAIRS zusammenzufassen und einzuordnen. Material und Methoden: Es erfolgte eine narrative Literaturübersicht relevanter Originalarbeiten, Metaanalysen und Übersichtsartikel zu CAIRS, ergänzt durch aktuelle klinische und technische Entwicklungen sowie publizierte Nomogramme (z.B. Jacob, Istanbul, Awwad, Brisbane). Ergebnisse: Die Literatur zeigt konsistente Verbesserungen in unkorrigiertem und korrigiertem Fernvisus, maximaler Keratometrie und sphärischem Äquivalent. CAIRS ist mit einer niedrigen Komplikationsrate assoziiert. Besonders positive Ergebnisse wurden bei individuell angepasster Segmentgeometrie erzielt. Diskussion: CAIRS bietet ein hohes Maß an Individualisierbarkeit und Sicherheit bei gleichzeitig guter visueller Effektivität. Entscheidend für ein gutes Outcome ist eine gezielte Patientenselektion. Künftig könnten KI(künstliche Intelligenz)-basierte Nomogramme helfen, die Planung weiter zu optimieren und die Vorhersagbarkeit der Ergebnisse zu verbessern.
Beschreibung:Online publiziert: 11. Dezember 2025
Gesehen am 05.02.2026
Beschreibung:Online Resource
ISSN:2731-7218
DOI:10.1007/s00347-025-02355-y