Früherkennung von psychischer Komorbidität in der stationären dermatologischen Versorgung - Eine qualitative Studie zur Evaluation der Patientenperspektive = Early detection of psychological comorbidity in inpatient dermatological care : a qualitative study on the evaluation of patients’ perspectives

Ziel dieser qualitativen Studie ist es, die Sichtweise von dermatologisch stationär behandelten Patient:innen hinsichtlich einer psychosomatischen Früherkennungsmaßnahme zu untersuchen. Diese qualitative Studie umfasst ein von Krankenpflegenden geleitetes psychosomatisches Screening mit anschließe...

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Main Authors: Seiderer, Johannes Maximilian (Author) , Braunschneider, Lea-Elena (Author) , Schneider, Stefan Werner (Author) , Löwe, Bernd (Author) , Kohlmann, Sebastian (Author)
Format: Article (Journal)
Language:German
Published: 2026
In: Psychotherapie, Psychosomatik, medizinische Psychologie
Year: 2026, Volume: 76, Issue: 02, Pages: 57-66
ISSN:1439-1058
DOI:10.1055/a-2715-8262
Online Access:Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: https://doi.org/10.1055/a-2715-8262
Verlag, lizenzpflichtig, Volltext: http://www.thieme-connect.de/DOI/DOI?10.1055/a-2715-8262
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Author Notes:Johannes Maximilian Seiderer, Lea-Elena Braunschneider, Stefan Werner Schneider, Bernd Löwe, Sebastian Kohlmann
Description
Summary:Ziel dieser qualitativen Studie ist es, die Sichtweise von dermatologisch stationär behandelten Patient:innen hinsichtlich einer psychosomatischen Früherkennungsmaßnahme zu untersuchen. Diese qualitative Studie umfasst ein von Krankenpflegenden geleitetes psychosomatisches Screening mit anschließender Konsultation auf dermatologischen Stationen am Universitätsklinikum Hamburg - Eppendorf, Deutschland. Für ein erstes Screening wurde der Patient-Health-Questionnaire-4 (PHQ-4) von Pflegenden bereits bei der Aufnahme verwendet. Mit allen Patient:innen wurden einmal während des stationären Aufenthalts und einmal mindestens vier Wochen nach Entlassung Interviews geführt. Die Interviews wurden mittels thematischer Analyse ausgewertet. Für die Studie konnten neun Patient:innen (M=50,1 Jahre; 4 Frauen, 5 Männer; 18-84 Jahre) rekrutiert werden, die im Rahmen einer Früherkennung auf psychische Komorbidität mittels Patient Health Questionnaire-4 positiv auf depressive Symptome oder Ängstlichkeit gescreent wurden. Bei der qualitativen Analyse wurden sieben Themen ermittelt, darunter die Wertschätzung einer ganzheitlichen Betreuung, Stigmatisierung, Hindernisse für eine psychologische Behandlung und die Struktur des Screenings. Im Allgemeinen schätzten alle Patient:innen die zusätzliche psychosomatische Versorgung, wiesen allerdings auch auf einige Hindernisse hin, wie z. B. lange Wartezeiten für eine Therapie und Stigmatisierung psychosomatischer Erkrankungen. Die qualitativen Ergebnisse unterstreichen eine positive Sichtweise von stationär dermatologisch behandelten Patient:innen auf die Früherkennung psychischer Komorbidität in der somatischen Versorgung: Zum einen wurde der ganzheitliche Versorgungsansatz begrüßt, zum anderen wurde die Kombination aus Früherkennungsmaßnahme und anschließender psychosomatischer Konsultation geschätzt. Als Herausforderungen wurden Stigmatisierung gegenüber psychosomatischen Erkrankungen und systemische Barrieren gesehen. In künftigen Studien sollte die Stichprobe vergrößert und die Fragestellung auf andere Disziplinen ausgedehnt werden.
Item Description:Online veröffentlicht: 12. November 2025
Gesehen am 27.02.2026
Physical Description:Online Resource
ISSN:1439-1058
DOI:10.1055/a-2715-8262