Wiedergutmachung für Sinti und Roma: eine Praxisgeschichte der Entschädigung in Baden-Württemberg

Im Zweiten Weltkrieg sollten Sinti und Roma nach dem Willen der nationalsozialistischen Machthaber in Europa ausgelöscht werden. Die auch in der Forschung präsente Vorstellung, dass den Überlebenden dieses Völkermords nach 1945 eine Wiedergutmachung verweigert worden sei, unterzieht Joey Rausche...

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Auteur principal: Rauschenberger, Joey (Auteur)
Format: Book/Monograph Thèse
Langue:allemand
Publié: Berlin De Gruyter Oldenbourg [2026]
Collection:Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte Band 132
In: Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte (Band 132)

DOI:10.1515/9783112248379-toc
Sujets:
Accès en ligne:Verlag, Inhaltstext: https://deposit.dnb.de/cgi-bin/dokserv?id=1b473b0035384183964c1c594c539515
Verlag, Cover: https://content.schweitzer-online.de/static/catalog_manager/live/media_files/representation/A76789883/71850770_m600w_1.jpg
Resolving-System, De Gruyter, Inhaltsverzeichnis: https://doi.org/10.1515/9783112248379-toc
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Notes sur l'auteur:Joey Rauschenberger
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Résumé:Im Zweiten Weltkrieg sollten Sinti und Roma nach dem Willen der nationalsozialistischen Machthaber in Europa ausgelöscht werden. Die auch in der Forschung präsente Vorstellung, dass den Überlebenden dieses Völkermords nach 1945 eine Wiedergutmachung verweigert worden sei, unterzieht Joey Rauschenberger einer gründlichen empirischen Überprüfung. Er untersucht erstmals umfassend, am Beispiel Baden-Württembergs, wie Sinti und Roma in der Bundesrepublik entschädigt wurden. Dabei ergibt sich ein weitaus differenzierteres Bild als bisher. Die große Mehrheit der antragstellenden Sinti und Roma hat Zahlungen erhalten, die oft durchaus substanziell waren.
Rauschenberger ordnet die Verfahren in ihre administrativen Kontexte ein und entwirft eine exemplarische Mikrogeschichte der südwestdeutschen Entschädigungsverwaltung. Sie legt das komplexe Geflecht menschlicher Interaktion zwischen Sachbearbeitern, Antragstellenden, Rechtsanwälten und anderen Akteuren offen, die das Entschädigungsverfahren zur „Kontaktzone“ machte. Alltägliche Begegnungen, erfahrungsbedingte Erwartungen, tiefsitzende Vorurteile und spontane Handlungen beeinflussten die Praxis und Wahrnehmung von Wiedergutmachung. Dabei entstehende Enttäuschungen überschatteten und konterkarierten oftmals die materiell geleistete Entschädigung.
Description:Quellen- und Literaturverzeichnis: Seite 290-306
Die Studie wurde mit dem Willy-Brandt-Preis für Zeitgeschichte 2025 ausgezeichnet
ISBN:9783112248362
3112248368
DOI:10.1515/9783112248379-toc