Theoretische Erklärungen der zunehmenden Kinderlosigkeit: Divergierende Ansätze und das Integrationspotenzial der Frame-Selektions-Theorie

Zur Erklärung des seit den 1960er Jahren in zahlreichen europäischen Ländern stattfindenden Anstiegs der Kinderlosigkeit wird in der Forschung einerseits auf soziokulturelle Wandlungsprozesse, andererseits auf gewachsene Kosten einer Familiengründung verwiesen. Es fehlt jedoch eine übergreifend...

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Bibliographische Detailangaben
1. Verfasser: Eckhard, Jan (VerfasserIn)
Dokumenttyp: Article (Journal)
Sprache:Deutsch
Englisch
Veröffentlicht: 2014
In: Comparative population studies
Year: 2014, Jahrgang: 39, Heft: 1, Pages: 23-48
ISSN:1869-8999
Online-Zugang:Verlag, Volltext: http://www.comparativepopulationstudies.de/index.php/CPoS/article/view/70/167
Volltext
Verfasserangaben:Jan Eckhard
Beschreibung
Zusammenfassung:Zur Erklärung des seit den 1960er Jahren in zahlreichen europäischen Ländern stattfindenden Anstiegs der Kinderlosigkeit wird in der Forschung einerseits auf soziokulturelle Wandlungsprozesse, andererseits auf gewachsene Kosten einer Familiengründung verwiesen. Es fehlt jedoch eine übergreifende Theorie, die beide Ursachenkomplexe in ihrem Zusammenwirken erfassen kann. Der vorliegende Beitrag erörtert die Möglichkeiten eines entsprechenden integrativen Erklärungsmodells. Vorgeschlagen wird ein Modell auf der Grundlage der Frame-Selektions-Theorie. Das Modell bezieht sich auf Entscheidungssituationen in Paarbeziehungen und thematisiert die Wechselwirkung zwischen sozio-kulturellen Leitbildern und strukturellen Anreizen. Die resultierende Hypothese, dass Anreizeffekte auf die Familiengründung von der situativen Kompatibilität einer auf Familie verweisenden Partnerschaftsdeutung abhängig sind, wird anschließend einer ersten empirischen Prüfung auf der Grundlage des Familiensurvey-Panels unterzogen.
Beschreibung:Gesehen am 03.07.2023
Beschreibung:Online Resource
ISSN:1869-8999